Friedrich III

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Friedrich III. in Freimaurerkleidung.Quelle: Wikipedia
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Die Staatskräfte der Preussischen Monarchie unter Friedrich Wilhelm III. Von Leopold Zedlitz und Neukirch (Freiherr von)Google Books

Friedrich III.

Quelle: Lennhoff, Posner, Binder

Deutscher Kaiser, Sohn des Vorigen, *1831, † 1888, regierte 1888, wurde im Jahre 1853 von seinem Vater der Freimaurerei zugeführt, zur Zeit, da die wütende antifreimaurerische Kampagne Eckerts und Hengstenbergs (s-d.) allgemeines Aufsehen erregte. Aufgenommen für die Große Landesloge, wurde er gleichzeitig Ehrenmitglied der beiden anderen preußischen Großlogen. Für die Aufnahme war ein Saal des väterlichen Palais als Johannistempel eingerichtet worden.

Prinz Wilhelm erteilte dem Sohn mit dem Hammer Friedrichs des Großen die Weihe. 1860 übernahm er das Amt des Ordensgroßmeisters der Großen Landesloge und wurde 1861 Protektor der Altpreußischen Großlogen und Vorsitzender des Großmeistervereins. Kronprinz Friedrich Wilhelm dachte vor allem an die Einheit der deutschen Freimaurerei und zwar auf humanitärer Basis. Vor allem war ihm auch darum zu tun, die Geschichte seiner Großloge von allen Legenden und Traditionen zu befreien, die unhaltbar geworden waren und auch dazu dienen konnten, Vorurteile gegenüber anderen Systemen wachzuhalten.

Am 24. Juni 1870 trat er anläßlich der Hundertjahrfeier der Großen Landesloge mit einer überaus bemerkenswerten Rede hervor, in der er seine Forderungen: die Einheit allen Freimaurertums, die Notwendigkeit gründlicher geschichtlicher Forschungen und die Anerkennung der grundlegenden Bedeutung der Johannisfreimaurerei aufs nachdrücklichste unterstrich;

"... Nach meiner Überzeugung gibt es nur eine Freimaurerei, die nur in verschiedener Form auftritt... Halten wir das Bewußtsein von der Einheit der Freimaurerei und von der Zusammengehörigkeit der verschiedenen Lehrarten in der Folgezeit recht fest. Gebe ein jeder die Eitelkeit auf, die da glaubt, allein die ganze und die echte Wahrheit zu besitzen und allein für die Wahrheit die echte richtige Form anzuwenden. Möge darin das neue Jahrhundert wirklich eine neue Zeit werden, daß hinfort jeder in brüderlicher Achtung und Anerkennung auch dem Andersdenkenden begegne... Die Große Landesloge ist bis in die neueste Zeit der Gegenstand zum Teil sehr gehässiger Angriffe gewesen. Diese Angriffe können uns um so weniger beirren, je deutlicher sie beweisen, daß die Gegner von der Geschichte und von der Lehre der Großen Landesloge nur einzelne Bruchstücke kennen, und selbst die nicht einmal genau...

Wir können ein kompetentes Urteil über die Große Landesloge nur dem einräumen, der ihre Lehre, ihre Einrichtungen, ihre Geschichte gründlich kennt... Jetzt erwächst uns die Forderung, daß wir von der Geschichte, die mit den symbolischen Handlungen und Mysterien der verschiedenen Stufen unseres Ordens in engem Zusammenhange steht, die Geschichte der Entstehung und Entwicklung der Großen Landesloge trennen und die letztere offen darlegen, daß sie von allen im Bunde untersucht werden kann ... Während frühere Zeiten sich bei der Autorität der Überlieferung beruhigten, sind in unseren Tagen die Forschungen der historischen Kritik zu einer Macht geworden, der auch die heiligsten Überlieferungen sich nicht mehr entziehen können... Es ist deshalb seit langer Zeit mein Bestreben darauf gerichtet, die historischen Dokumente redlich und gründlich untersuchen und ordnen zu lassen... Geschichtliche Wahrheiten können nur durch geschichtliche Forschungen sichergestellt werden... Wir müssen den Gedanken immer mehr zur Geltung kommen lassen, daß in unserere Zeit die Johannesloge das Hauptaugenmerk in der Freimaurerei sein, das Hauptgewicht erlangen muß."

Die in der Großen Landesloge überwiegenden konservativen Elemente waren aber für die Humanitäre Erneuerung, wie sie der Kronprinz im Auge hatte, nicht eingenommen. Es kam bald zu einem Konflikt des Ordensoberen mit dem Archidiakonus Gustav Adolf Schiffmann (s. d.), der im Auftrage Friedrich Wilhelms dessen Zweifeln über den angeblich alten Ursprung der Schwedischen Lehrart gründlich nachging und daraufhin gewisse Überlieferungen für irrtümlich erklärte. Infolge dieses Streites trat der Kronprinz als Ordensmeister zurück, blieb aber stellvertretender Protektor der altpreußischen Großlogen. Sein Interesse an der Freimaurerei, als deren Grundpfeiler er mit allem Nachdruck Gewissensfreiheit und Duldung, Fortschritt, nicht Stillstand bezeichnete, blieb aber ungeschwächt.

Sein früher Tod ließ die Hoffnungen auf die Erfüllung des Einheitsgedankens im Sande zerrinnen. Ein Wort von ihm ist in den Hausschatz des deutschen Freimaurers eingegangen. Am 12. September 1886 sprach er gelegentlich eines Logenbesuches in Straßburg die Worte:

"Zwei Grundsätze bezeichnen vor allem unser Streben: Gewissensfreiheit und Duldung. An ihnen lassen Sie uns festhalten mit unserer ganzen Kraft! Daß dieselben bei uns immer vollkommener werden, dazu lassen Sie uns allezeit mithelfen. Nicht nur loben wollen wir diese Tugenden, sondern sie auch fleißig üben. Wenn wir also wirken, dann wird es wohl mit uns, wohl um die Freimaurerei stehen. Dazu helfe uns der Große Baumeister aller Welten."

Freimaurerei

Quelle: Wikipedia, Artikel dort: "Friedrich III. (Deutsches Reich)"

Kronprinz Friedrich wurde 1853 durch seinen Vater in die Freimaurerei eingeführt und in die Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland aufgenommen. Gleichzeitig wurde er Ehrenmitglied der beiden anderen altpreußischen Großlogen Große National-Mutterloge „Zu den 3 Weltkugeln“ und Große Loge von Preußen genannt „Royal York zur Freundschaft“. Am 18. Juni 1860 wurde er Ordensmeister der Großen Landesloge und übernahm ab 1861 von seinem Vater das Protektorat über die drei Großlogen in Berlin. Zugleich wurde er Vorsitzender des Großmeistervereins.

Reform

Der Kronprinz wirkte intensiv auf eine Vereinigung aller freimaurerischen Körperschaften in Deutschland hin und strebte eine umfangreiche Reform der Großen Landesloge an, in der nicht haltbare Verbindungen zum Templerorden aus Symbolik und Ritual entfernt werden sollten, die zu diesem Zeitpunkt noch als historische Fakten angenommen wurden. Die Reform sollte zur Streichung aller rituellen Inhalte führen, die nicht historisch durch Dokumente belegbar waren. Außerdem sollte der Orden in seinen höheren Graden deutlich umstrukturiert werden, um ihn den anderen deutschen Großlogen anzupassen. Mit den konservativen Brüdern in der Ordensleitung kam es zum Streit, so dass er am 7. März 1874 sein Amt niederlegte.

Templerlegende

Die Templerlegende als historische Tatsache wurde gestrichen, die rituellen und symbolischen Inhalte aber größtenteils behalten. Er blieb aber Protektor der altpreußischen Großlogen .

Siehe auch