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Friedrich von Ribbentrop

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Friedrich von Ribbentrop

Quelle: Geschichte der Freimaurerei von Ferdinand Runkel, Band 3 - 2. Buch Teil III Feldlogen im 19. Jhd. Seite 114, 115

Über diesen hervorragenden Freimaurer sagt sein Biograph Erlenmeyer (Frie­drich Ribbentrop als Freimaurer):

„Es gehört schon eine besondere Vertiefung in die Geschichte unserer um die Wende des achtzehnten Jahrhunderts mit Frankreich geführten Kriege, und in die der deutschen Freiheitskriege dazu, um Ribbentrop, den Inten­danten Blüchers und General-Intendanten der Armee zu kennen, um ihn gar zu schätzen. Er ist nicht volkstümlich. Wer ihn aber kennen gelernt hat, der wird mir aus begeistertem Herzen Recht geben, wenn ich sage, daß dieser Mann mit dem umfassenden Geiste, daß dieser Held der Tatkraft und Ent­schlossenheit, dieses Vorbild der Lauterkeit und Einfachheit, dieser Träger der glühendsten Vaterlandsliebe, dieser Mensch mit dem edelsten Menschen­herzen eine der bewunderungswürdigsten Gestalten der preußischen Geschichte und der deutschen Freiheitskriege ist.
Für die Freimaurerei in Preußen, besonders für unsere Drei Weltkugel-Freimaurerei ist Ribbentrop von großer Bedeutung. Ausgestattet mit jener echten deutschen Tugend, der Begeisterungsfähigkeit für alles Gute, Wahre und Schöne, hat er seine gewaltige Tatkraft und seine unvergleichliche schöpfe­rische Begabung sogleich in den Dienst der königlichen Kunst gestellt, nach­dem er in den Tempel der Humanität eingetreten war. Aber auch hier ist er nicht volkstümlich, auch hier ist ihm kein Sitz in der Ruhmeshalle der Großen bereitet...
Friedrich Ribbentrop ist zu Marienthal im Herzogtum Braunschweig am 6. Oktober 1768 geboren. Er wurde im Collegium Carolinum zu Braun­schweig unterrichtet und vollendete seine Universitätsstudien auf der Uni­versität Helmstädt mit einer Reifeprüfung für den juristischen Staatsdienst am 10. Oktober 1787. Er trat in den preußischen Staatsdienst, und wurde bei der Kriegs- und Domänenkammer in Minden als Referendar am 26. Au­gust 1788, und bei der Kriegs- und Domänenkammer in Hamm als Assessor im Jahre 1790 angestellt. ...

Bei Wikipedia

Quelle: Wikipedia

Friedrich Wilhelm Christian Johann Ribbentrop, ab 1823 von Ribbentrop (* 6. Oktober 1768 auf Domäne Mariental; † 7. Februar 1841 in Potsdam), war Wirklicher Geheimer Rat, Verwaltungsjurist, einflussreicher Militär und Reformer der preußischen Militärverwaltung, Generalintendant der Preußischen Armee während der Befreiungskriege 1815 und ab 1835 Chefpräsident der königlich preußischen Ober-Rechnungskammer in Potsdam, Dr. iur. und Dr. phil. h.c.

Leben

Ribbentrop wurde am 6. Oktober 1768 auf der Klosterdomäne Mariental bei Helmstedt als Sohn des herzoglich braunschweigischen Kammerrates Philip Christian Ribbentrop geboren. Seine juristische Ausbildung an der Universität Helmstedt beendete er 1787. Er trat 1788 als Referendar bei der Kriegs- und Domänenkammer in Minden in den preußischen Staatsdienst. 1790 wurde er Assessor; 1793–1806 war er bei den Kammern in Minden, Hamm und Münster (alle in Westfalen) tätig als Kammer- und Domänenrat. 1798–1800 war Ribbentrop Mitglied des Feld-Kriegskommissariats bei der sogenannten Observationsarmee unter dem Oberbefehl des Herzogs Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig.

1801/02 im Feld-Kriegskommissariat des Blücherschen Korps, das das Fürstentum Münster in Besitz nahm. Aus dieser Zeit rührte eine enge Freundschaft zum Fürsten Blücher her. 1802/05 als Mitglied der Organisationskommission im Bistum Münster stand er an der Spitze der Armenpflege der Stadtgemeinde und gründete Arbeitsschulen für die arme Jugend der Stadt.

1805/06 war Ribbentrop Direktor des Feld-Kriegskommissariats bei Blüchers westfälischem Armeekorps, rettete nach der verlorenen Schlacht bei Jena und Auerstedt die preußische Kriegskasse mit einem Bestand von 965.000 Talern über die Festung Magdeburg nach Königsberg. 1808 wurde ein ständiges Generalkriegskommissariat unter der Leitung Ribbentrops errichtet, mit dem Ziel der nachhaltigen Reorganisation der militärischen Verwaltung; er trug nun den Titel „Staatsrat“. Mit Beginn der Befreiungskriege 1813–1815 trat er wieder dem Blücherschen Korps als Intendant bei. Nach der Schlacht an der Katzbach erklärte er sich eigenmächtig zum Kommandanten der im Chaos versinkenden Stadt Jauer und sorgte ohne Beistand einer militärischen Behörde für die Versorgung der Verwundeten, die Sammlung und Rückführung der Gefangenen, die Bergung der Kriegsbeute und die Wiederherstellung einer geordneten Stadtverwaltung. Sein erfolgreiches Wirken führte 1815 durch Kabinettsorder zur Berufung zum Generalintendanten der preußischen Armeen für die Dauer des Krieges. Nach der Besetzung von Paris 1815 übertrug Blücher die gesamte Verwaltung der besetzten französischen Landesteile auf Ribbentrop. Es gelang ihm, die – von Napoléon Bonaparte aus Berlin 1806 entfernte und nach Paris überführte – Quadriga des Brandenburger Tores aufzuspüren und neben anderen Kunstschätzen nach Berlin zurückzuführen. Die Rettung der Kriegskasse 1806, das Eingreifen in die Verwaltung von Jauer 1813 und die Aufspürung der Quadriga 1814 sind beispielhaft für seine entschlossene Tatkraft, die nicht auf Befehle wartete. Bezeichnenderweise war er mit den in dieser Hinsicht gleichgearteten Militärs Blücher, Scharnhorst und Gneisenau freundschaftlich eng verbunden.

Nach dem Kriege kehrte Ribbentrop in das inzwischen zum Kriegsministerium umgewandelte Generalkriegskommissariat zurück, in dem er weitere 20 Jahre tätig war. Durch die von ihm durchgesetzte Reform der Heeresverwaltung, die insbesondere die Schaffung ständiger Intendanturen bei den Armeekorps und Divisionen und die Einrichtung der Regimenter-Quartiermeister (Beamte) anstelle der rechnungsführenden Offiziere zum Inhalt hatte, schuf er Grundzüge der Militärverwaltung, die sich bis heute erhalten haben. 1835 schied Ribbentrop aus dem Kriegsministerium aus.

Er übernahm als Chefpräsident die Leitung der Preußischen Ober-Rechnungskammer in Potsdam, unter Beibehaltung seiner Stellung als Generalintendant. Er wurde am 6. Februar 1823 in Berlin in den preußischen erblichen Adelsstand erhoben und 1838 wurde ihm die Ehrenbürgerschaft von Potsdam verliehen.

Mitgliedschaften

  • Tugendbund zu Königsberg von 1808
  • Gesetzlose Gesellschaft zu Berlin von 1809
  • Christlich-Brandenburgische Tischgesellschaft 1817 bis 1917
  • Johannisloge „Friedrich zur Vaterlandsliebe“ von 1817

Siehe auch

Von Ribbentrop findet ferner Erwähnung in

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