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Nationalsozialisten

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Nationalsozialisten

Quelle: Internationales Freimaurer-Lexikon von Eugen Lennhoff und Oskar Posner (1932)

(N. S. D. A. P., Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) bekennt sich zur schärfsten Gegnerschaft gegen die Freimaurerei. Diese Auffassung findet in zahlreichen Schriften, Artikeln und Reden ihrer Führer Ausdruck, am gründlichsten in den Darlegungen des Chefredakteurs des von Adolf Hitler herausgegebenen "Völkischen Beobachters", des Balten Alfred Rosenberg (s. d.). Dieser, der einer der prominentesten geistigen Führer der Partei ist, hat der Freimaurerfrage eine Reihe von Heften gewidmet, deren aufschlußreichstes "Freimaurerische Weltpolitik im Lichte der kritischen Forschung" ist. Rosenberg nennt zwar den Taxil-Schwindel einen "Weltskandal", lehnt manche Thesen Ludendorffs als "unkritische Übertreibung", "politischen Irrgang", "Zeichen eines geistigen Gleichgewichtsverlustes" und "lächerlich" ab und bezeichnet Ausführungen der Frau Dr. Ludendorff als "schlechte Romane" und "anmaßende Ausfälle", bei denen "jeglicher Ernst aufhört", glaubt aber selbst alle möglichen Freimaurermärchen.

Auch Rosenberg vertritt die These vom "künstlichen Juden", von der "volklosen Weltanschauung" der Freimaurerei, vom "Sarajevoer Mord" und von der "freimaurerischen Völkerbunddiktatur über Europa". Er stellt folgende, jede Grundlage entbehrenden Behauptungen auf:

  1. Die romanisch-angelsächsischen Logen haben eine gegen das Deutsche gerichtete Politik neben der allgemeinen Staatspolitik geführt; oft fiel beides zusammen;
  2. an der Spitze aller deutschfeindlichen Kräfte ging und geht der Großorient von Frankreich, gefolgt namentlich von den serbischen Freimaurern;
  3. die liberal-plutokratische Logenpolitik befindet sich in stärkster Abhängigkeit von der jüdischen Finanz;
  4. die deutsche Gesamtmaurerei hat die fremden Freimaurer verteidigt und sich mitschuldig gemacht an der Einschläferung des deutschen Volkes; der linke Flügel befindet sich in unmittelbarer Abhängigkeit von der französischjüdischen Maurerei; daß stellenweise glatter Landesverrat vorliegt, erscheint als erwiesen;
  5. der "nationale" und "christliche" Flügel hat weder Ritual noch Weltanschauung aufgegeben; sein "Nationalismus" ist bloß erzwungene zeitliche Sicherheitsfärbung;
  6. weil niemand den einzelnen Maurer zu werten vermag, so hat jeder deutsche Freimaurer die Folgen dieser Beurteilung des Ganzen auf sich zu nehmen.

Daraus zieht Rosenberg folgende Schlußfolgerungen, die als Anschauung seiner Gesamtpartei dienen dürfen:

"Deshalb darf kein Maurer der N. S. D. A. P. angehören und umgekehrt. Jeder soll wissen, daß er zu wählen hat. Jeder der Maurer bleiben will, muß auch das Odium nationaler Anrüchigkeit mittragen. Man kann auch den internationalen Marxismus nicht reformieren, sondern muß ihn weltanschaulich überwinden und organisatorisch zerschlagen. Das gleiche gilt für das längst überlebte Maurertum. Es gehört als Ganzes zum alten geistigen Plunder wie die anderen Ideen des 18. Jahrhunderts, die im 19. noch vergrößert wurden.
Die deutsche Freiheitsbewegung (N. S. D. A. P.) hat der Freimaurerei den Kampf angesagt und Gegensätze dürfen nicht überkleistert, sondern müssen bis zur Entscheidung durchgekämpft werden."

In einem Brief aus der Münchener Kanzlei Adolf Hitlers vom 6. Dezember 1930 schreibt sein Privatsekretär Rudolf Heß in seinem Auftrag:

"Bekanntlich stehen alle Freimaurerlogen unter der Leitung von Führern, welche den meisten Mitgliedern selbst nicht bekannt sind, weder der Person noch dem Namen nach. Sie erhalten demgemäß Weisungen von einer unfaßbaren und nicht zur Verantwortung zu ziehenden Stelle. Darüber hinaus liegen Anhaltspunkte dafür vor, daß die Freimaurerlogen in enger Verbindung stehen mit freimaurerischen Organisationen des Auslandes. Tatsache ist jedenfalls, daß die Freimaurerorganisation Deutschlands niemals in entsprechender Weise gegen die Unterdrückungen und feindlichen Akte der Gegner Deutschlands Front gemacht haben.

Nach wie vor ist es daher Angehörigen der N. S. D. A. P. untersagt, Mitglied irgendeines Geheimbundes einschließlich der Freimaurerlogen zu sein."

Eine weitere Antwort aus der Kanzlei Hitlers auf Anfrage eines Bremer Freimaurers, wie Hitler sich zur deutschen Freimaurerei im Falle der Machtergreifung stellen würde (am l. Februar 1930 in den "Bremer Nachrichten" veröffentlicht) lautet, soweit sie nicht mit der früheren identisch ist: Verbot "der deutschen Logen, da nicht bestritten werden kann, daß auch ihr Aufbau den Stempel von geheimen Gesellschaften trägt; geheime Gesellschaften aber, die sich politisch betätigen, kann ein auf seine Sicherheit bedachter Staat nicht dulden".

Schließlich wird in den von der Organisationsabteilung der N. S. D. A. P. herausgegebenen "Führer- und Schulungsbriefen" (15. März 1931) verlangt: "Die Feindschaft des Bauern gegen den Freimaurer als Judenknecht muß bis zur Raserei aufgestachelt werden."

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