Stärke

Aus Freimaurer-Wiki

Autor: Philipp Gerlach

Allegorien

Die Stärke ist eines von mehreren Idealen der Freimaurerei. In der allegorischen Sprache der Freimaurerei wird sie, neben Weisheit und Schönheit, auch als eines „der drei kleinen Lichter“ bzw. als eine der drei Säulen bezeichnet, auf denen die Loge ruht. In ihrer physikalischen Entsprechung wird die Stärke oft als Säule dorischer Ordnung repräsentiert und mit dem 1. Aufseher bzw. dem Gesellengrad assoziiert.

In der Trias Weisheit, Stärke, Schönheit wird die Stärke meist an 2. Stelle genannt. Die Stärke steht dabei für die Ausführung des Tempelbaus. Dieser wurde bereits geplant (Weisheit), aber noch nicht vollendet (Schönheit).

Interpretation

Der Geselle wirkt nach außen ("Schaue um dich"). Er soll sich liebevoll gegen die Seinen, mild gegen die Nächsten, versöhnlich gegen seine Feinde und barmherzig gegen die Notleidenden zeigen. In der Trias des Schönen (Schönheit), Wahren (Weisheit) und Guten (Stärke), ließe sich die Stärke daher als Güte interpretieren. Sich gütig gar gegenüber seinen Feinden zu zeigen benötigt Stärke — v.a. innere Stärke. Eine solche innere Stärke drückt sich auch darin aus, dass der Geselle streng gegen sich selbst sein und Geduld in schweren Zeiten bewahren soll.

Manifestationen

Symbolische Manifestationen der Stärke sind u.a.

Ein Hammer steht in der Freimaurerei nicht für die Stärke, sondern, je nach Ausführung, für den Meister vom Stuhl (Fäustel) bzw. den Lehrlingsgrad (Spitzhammer).

Siehe auch