Stärke: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Stärke ist eines von mehreren Idealen der [[Freimaurerei]]. In der allegorischen Sprache der [[Freimaurerei]] wird sie, neben [[Weisheit]] und [[Schönheit]], auch als eines „[[die drei kleinen Lichter|der drei kleinen Lichter]]“ bzw. als eine der [[drei]] [[Säulen]] bezeichnet, auf denen die [[Loge]] ruht.
Die Stärke ist eines von mehreren Idealen der [[Freimaurerei]]. In der allegorischen Sprache der [[Freimaurerei]] wird sie, neben [[Weisheit]] und [[Schönheit]], auch als eines „[[die drei kleinen Lichter|der drei kleinen Lichter]]“ bzw. als eine der [[drei]] [[Säulen]] bezeichnet, auf denen die [[Loge]] ruht. In ihrer physikalischen Entsprechung wird die Stärke oft als [[Säule]] dorischer Ordnung repräsentiert und mit dem [[1. Aufseher]] bzw. dem [[Geselle]]ngrad assoziiert.


Die Stärke steht dabei für die Ausführung des [[Tempelbau]]s. Dieser wurde bereits geplant ([[Weisheit]]), aber noch nicht vollendet ([[Schönheit]]). Entsprechend wird die Stärke in der Trias [[Weisheit, Stärke, Schönheit]] meist an 2. Stelle genannt.  
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In der Trias der "[[die drei kleinen Lichter|der drei kleinen Lichter]]" [[Weisheit, Stärke, Schönheit|Weisheit-Stärke-Schönheit]] wird die Stärke meist an 2. Stelle genannt. Die Stärke steht dabei für die Ausführung des [[Tempelbau]]s. Dieser wurde bereits geplant ([[Weisheit]]), aber noch nicht vollendet ([[Schönheit]]).


Die Stärke wird oft als [[Säule]] dorischer Ordnung repräsentiert und mit dem [[1. Aufseher]] bzw. dem [[Geselle]]ngrad assoziiert.
Der [[Geselle]] wirkt nach ''außen'' ("Schaue um dich"). Er soll sich liebevoll gegen die Seinen, mild gegen die Nächsten, versöhnlich gegen seine Feinde und barmherzig gegen die Notleidenden zeigen. In den klassischen Idealen des Wahren (Weisheit), Schönen (Schönheit) und Guten, ließe sich die Stärke daher als das Gute bzw. als die Güte interpretieren (Güte: von 'gut', ‚Gutheit‘). Sich stets gütig zu zeigen, gar gegenüber seinen Feinden, benötigt Stärke — v.a. ''innere'' Stärke. Eine solche innere Stärke ist notwendig, um nach Außen standhaft zu sein. Si edrückt sich auch darin aus, dass der Geselle streng gegen sich selbst (also nach innen) sein und Geduld (innere Ruhe) in schweren Zeiten bewahren soll. Entsprechend wird auch Strenge oder Unnachgiebigkeit (nach Außen) als das Gegenteil von Güte angesehen. Auch [[Albert Schweitzer]]<ref name=Schweitzer /> stellte fest, dass in der Gütigkeit derjenige vorankomme, wer den Mut habe, sich selber zu wahrhaftig zu richten (Weisheit), um so wahrhaft friedfertig zu werden (Schönheit).
 
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Der [[Geselle]] wirkt nach ''außen'' ("Schaue um dich"). Er soll sich liebevoll gegen die Seinen, mild gegen die Nächsten, versöhnlich gegen seine Feinde und barmherzig gegen die Notleidenden zeigen. In der Trias des Schönen (Schönheit), Wahren (Weisheit) und Guten (Stärke), ließe sich die Stärke daher als Güte interpretieren. Sich gütig gar gegenüber seinen Feinden zu zeigen benötigt Stärke —- v.a. ''innere'' Stärke. Eine solche innere Stärke drückt sich auch darin aus, dass der Geselle streng gegen sich selbst sein und Geduld in schweren Zeiten bewahren soll.


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<ref name="Schweitzer">Schweitzer, A (1963): <i>Die Lehre der Ehrfurcht vor dem Leben</i>. Beck.</ref>
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[[Kategorie: Lexikon]]
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Aktuelle Version vom 1. Februar 2026, 11:26 Uhr

Autor: Philipp Gerlach

Allegorien

Die Stärke ist eines von mehreren Idealen der Freimaurerei. In der allegorischen Sprache der Freimaurerei wird sie, neben Weisheit und Schönheit, auch als eines „der drei kleinen Lichter“ bzw. als eine der drei Säulen bezeichnet, auf denen die Loge ruht. In ihrer physikalischen Entsprechung wird die Stärke oft als Säule dorischer Ordnung repräsentiert und mit dem 1. Aufseher bzw. dem Gesellengrad assoziiert.

Mögliche Interpretation

In der Trias der "der drei kleinen Lichter" Weisheit-Stärke-Schönheit wird die Stärke meist an 2. Stelle genannt. Die Stärke steht dabei für die Ausführung des Tempelbaus. Dieser wurde bereits geplant (Weisheit), aber noch nicht vollendet (Schönheit).

Der Geselle wirkt nach außen ("Schaue um dich"). Er soll sich liebevoll gegen die Seinen, mild gegen die Nächsten, versöhnlich gegen seine Feinde und barmherzig gegen die Notleidenden zeigen. In den klassischen Idealen des Wahren (Weisheit), Schönen (Schönheit) und Guten, ließe sich die Stärke daher als das Gute bzw. als die Güte interpretieren (Güte: von 'gut', ‚Gutheit‘). Sich stets gütig zu zeigen, gar gegenüber seinen Feinden, benötigt Stärke — v.a. innere Stärke. Eine solche innere Stärke ist notwendig, um nach Außen standhaft zu sein. Si edrückt sich auch darin aus, dass der Geselle streng gegen sich selbst (also nach innen) sein und Geduld (innere Ruhe) in schweren Zeiten bewahren soll. Entsprechend wird auch Strenge oder Unnachgiebigkeit (nach Außen) als das Gegenteil von Güte angesehen. Auch Albert Schweitzer[1] stellte fest, dass in der Gütigkeit derjenige vorankomme, wer den Mut habe, sich selber zu wahrhaftig zu richten (Weisheit), um so wahrhaft friedfertig zu werden (Schönheit).

Manifestationen

Symbolische Manifestationen der Stärke sind u.a.

Ein Hammer steht in der Freimaurerei nicht für die Stärke, sondern, je nach Ausführung, für den Meister vom Stuhl (Fäustel) bzw. den Lehrlingsgrad (Spitzhammer).

Siehe auch

Referenzen

  1. Schweitzer, A (1963): Die Lehre der Ehrfurcht vor dem Leben. Beck.