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Dänemark

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Sammlung dänischer Bijoux im Freimaurermuseum Island
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Dänemark

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100 years ago, on 15 June 1912, King Christian X of Denmark was installed as the Grand Master of the Danish Order of Freemasons (the Grand Lodge of Denmark) (in Danish: Den Danske Frimurerorden). He was Grand Master for 35 years and had a great impact on the Danish Order of Freemasons. (Painting by Knud Larsen, 1919).

Quelle: Lennhoff, Posner, Binder von 1932


For 100 år siden, den 15. juni 1912, blev Kong Christian X af Danmark installeret som Den Danske Frimurerordens Stormester (Viseste Salomo Vicarius). Han var Stormester i 35 år og havde en stor indflydelse på Den Danske Frimurerorden. (Maleri af Knud Larsen, 1919).]]

1. Bis 1927 galt es als feststehend, daß die 1743 vom russischen Diplomaten Baron Münnich in Kopenhagen gegründete und bis heute als älteste dänische Bauhütte bekannte Loge "St. Martin", in der es bereits 1744 zu einer Sezession kam, auch zuerst in Dänemark maurerische Tätigkeit entfaltete. Anläßlich der Einweihung des neuen Großlogen-Palastes der Großen Landesloge im Blegdamsweg in Kopenhagen 1927 wurden aber Mitteilungen veröffentlicht, denen zufolge schon früher freimaurerisch gearbeitet worden sein mag, denn schon 1741/42 wurde unter dem Protektorat des Königs Christian VI. und unter Mitwirkung der Königin Sofie Magdalena und dreißig fürstlicher und hochadeliger Persönlichkeiten die "Antimassonianische Societät" ins Leben gerufen, in deren Statuten als Bedenken gegenüber der Freimaurerei neben dem Geheimnis auch der Ausschluß der Frauen von der Mitgliedschaft angeführt wurde; Freimaurer und Personen, "die mit Verachtung von Gott und Religion sprechen", waren von der Mitgliedschaft bei der Societät ausgeschlossen, die sich 1750 mit der "Gesellschaft der guten Leute" vereinigte.

Über die dänischen Freimaurer, gegen die sich die Bestrebungen der "Antimassonianischen Societät" richteten, bestehen aber nach wie vor keine positiven Mitteilungen. Die Loge "St. Martin" vereinigte in sich ein Reihe hochgestellter Persönlichkeiten, darunter auch den russischen Gesandten Baron von Korff. Die 1744 ausgetretenen Brüder unter Führung des späteren Kirchenrates Georg Nielsen beschafften sich durch Vermittlung der Hamburger Provinzial Großloge ein Patent von England und gründeten 1745 die Loge "Zorobabel".

Admiral Graf Christian Conrad Danneskiold-Laurvig, * 1723, † 1783, erhielt 1749 vom englischen Großmeister Lord Byron für die Loge "St. Martin" eine Konstitution, wobei er gleichzeitig zum Provinzial-Großmeister für Dänemark und Norwegen ernannt wurde. Er stiftete daraufhin mehrere Logen, u. a. im gleichen Jahre die erste norwegische Bauhütte "St. Olaus Zum weißen Leoparden", die Berliner Mutterloge "Zu den drei Weltkugeln" setzte dann eine dritte Loge "Zu den drei brennenden Kerzen" und eine schottische Loge "Die vier flammenden Sterne" in Kopenhagen in Arbeit, was zu Streitigkeiten führte.

1762 stiftete der Sekretär der englischen Gesandtschaft, Charles Tullmann, der dann 1765 (englischer) Provinzial Großmeister für Schweden wurde, die Loge "Phönix", in der dann die "Drei Herzen" aufgingen. Bis 1765 stieg die Zahl der dänischen Werkstätten auf insgesamt zehn. In diesem Jahre kam die Strikte Observanz durch Schubart ins Land.

Die Logen wurden aufgelöst und eine Mutterloge "Zum Nordstern" und zwei Tochterlogen "Zorobabel" und "Phönix" errichtet, von denen die beiden ersteren sich 1767 zu einer einzigen "Zorobabel til Nordstjernen" vereinigten, in der dann später auch "Phönix" aufging. Kopenhagen wurde zur Präfektur Binin der Strikten Observanz. In Schleswig entstand die Präfektur Eydendorf. Die Arbeitssprache war deutsch, erst 1778 wurde eine dänisch arbeitende Loge eingesetzt. 1780 nahm die königliche Regierung Veranlassung, die Freimaurerei vor ausländischer Führung zu warnen, da von Hamburg aus verbreitet worden war, die damals noch dem Herzog von Braunschweig unterstehende dänische Freimaurerei sei wegen der Heermeisterschaft des Herzogs Karl von Södermanland von Schweden abhängig. In den folgenden Jahren genehmigte der König fallweise die Unterstellung unter einen ihm genehmen Großmeister. Auf Ferdinand von Braunschweig folgte Landgraf Karl von Hessen.

Dessen Bestellung ging die öffentliche Anerkennung der Freimaurerei durch königliche Kabinettsordre voraus. Landgraf Karl, dänischer Feldmarschall, führte 1782 das Rektifizierte Schottische System ein. Schon in den siebziger Jahren war er für die Ausbreitung der Freimaurerei in der Provinz tätig gewesen, 1775 erhielt in einer der ihm unterstehenden Logen in Schleswig Friedrich Ludwig Schröder den Meistergrad. Nach dem Tode des Landgrafen von Hessen wurde der Kronprinz nachmals König Christian VIII., durch königlichen Erlaß General-Großmeister (1836).

Ihm folgte sein Sohn König Friedrich VII. Unter diesem nahm die Freimaurerei bdeutenden Aufschwung. Die in Helsingör errichtete Loge "Kosmos" erbat die Erlaubnis, die Schwedische Lehrart bearbeiten zu dürfen. Daraufhin ließ sich 1852 der königliche General-Großmeister vom schwedischen Kronprinzen, dem späteren König Karl XV., auf Schloß Fredericksborg in das Schwedische System einweihen und nahm es 1855 als allgemein gültige Lehrart für seine Großloge an. 1858 wurde als achte Provinz des Schwedischen Systems die Danske Store Landsloge (Große Landesloge) in Kopenhagen eingesetzt.

Da König Christian IX. nicht Freimaurer war, wurde 1862 der Geheime Konferenzrat Brästrup Großmeister. Auf ihn folgte 1870 der Geheime Staatsrat Trap, 1872 trat Kronprinz Friedrich, der spätere König Friedrich VIII., an die Spitze der Großen Landesloge. 1882 richtete der Professor der Kirchengeschichte an der Kopenhagener Universität, Dr. Friedrich Nielsen, heftige Angriffe gegen das Schwedische System, das er als eine falsche christliche Lehre denunzierte. Seine aufsehenserregende Schrift "Frimureriet i Norden" hatte lange Polemiken zur Folge, in die auch der bekannte deutsche Freimaurer Schiffmann eingriff. Der Erfolg, den Nielsen beabsichtigt hatte, trat aber nicht ein.

Die Große Landesloge verzeichnet bis auf den heutigen Tag [1932] ein ständiges gedeihliches Wachstum. 1818 hat sie auch in Island Fuß gefaßt, indem sie in Reykjavik die Loge "Edda" gründete. Nach dem Schwedischen System arbeitend, ist die Freimaurerei in Dänemark ein christlicher Orden, an dessen Spitze der König als Protektor steht. Ordensmeister (Vicarius Salomonis) ist derzeit (1931) König Christian X. Unter ihm steht [stand] als Statthalter Prinz Harald von Dänemark. Die Große Landesloge umfaßt ein Provinzial-Kapitel in Odense, vier Andreaslogen, 17 Johannislogen und 28 Instruktionslogen, die Mitgliederzahl beträgt gegen 8000.

Seit 1927 besitzt sie am Blegdamsvejen in Kopenhagen eines der prächtigsten Großlogenhäuser der Welt. Der von Holger Rasmussen errichtete Bau enthält in drei Stockwerken 340 Säle, Zimmer usw. Er erforderte einen Aufwand von 4½ Millionen dän. Kronen.

2. Der Charakter der dänischen Großloge als christliche Freimaurerei veranlaßte zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Gründung von humanitären Logen.

Die Große Loge von Hamburg errichtete in Kopenhagen die in dänischer Sprache arbeitende Loge "Christian til Palmetroeet" und "De Gamle Pligter" (1900 und 1921) sowie die Loge "Ygdrasil" in Hilleröd (1921). Die Große Landesloge von Dänemark hat daraufhin die Beziehungen zur Hamburger Großloge abgebrochen und deren dänische Bauhütten bis heute [1932] nicht anerkannt.

Nach dem Weltkrieg erfolgten in Dänemark auch mehrere irreguläre Gründungen.

Aarhus

St Joh Logen St Clemens, Den Danske Frimurerorden

Fotos: Charsten Wienbreyer

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