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Friedrich Hasselbacher: Feldlogen im ersten Weltkrieg - Teil 10

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Inhaltsverzeichnis

Friedrich Hasselbacher: Feldlogen im ersten Weltkrieg - Teil 10

Bei der Hetzschrift "Volksverrat der Feldlogen im Weltkriege" handelt es sich um eine Nationalsozialistische-Publikation mit eindeutig demagogischer Zielsetzung, die dazu beitrug, die Freimaurerei im Deutschland des "Dritten Reiches" zu zerstören.
Sie sollte sehr kritisch gelesen werden. Zum besseren Verständnis dieser Auszüge empfiehlt es sich, zunächst die einführende Rezension von Roland Müller zu lesen: Rezension: Friedrich Hasselbacher: Feldlogen



Die Gefangenenloge „In Ketten zum Licht“ (1918)

Quelle: Friedrich Hasselbacher: Volksverrat der Feldlogen im Weltkriege. 1941, 93-101 (= 7. erweiterte und völlig neubearbeitete Auflage von: Hoch- und Landesverrat der Feldlogen im Weltkriege. 1935)

„In Ketten zum Licht“

lm Westen bestand aber noch eine weitere Feldloge, von der man in freimaurerischen Zeitschriften oder gar für die Öffentlichkeit bestimmten freimaurerischen Erklärungen niemals etwas hörte.
Diese Feldloge trug den Namen: „In Ketten zum Licht". Sie wurde unter Internierten und Gefangenen auf der Insel Longue (Ile Longue) gegründet, die unter den Geschützen der französischen Seefestung Brest liegt.
Diese freimaurerische Kriegsgründung ist deshalb besonders interessant, weil sie (neben den beiden hier schon erwähnten, in Holland gegründeten Logen der kriegsgefangenen Engländer) die einzige Gefangenenloge des Weltkrieges ist.

Ehe wir jedoch zur Betrachtung der Feldloge „In Ketten zum Licht" übergehen, seien einige Feststellungen über freimaurerische Gefangenenfürsorge getroffen, die die Logen immer als besonders starkes Argument zum Beweis für ihre Wohltätigkeit und Nützlichkeit herausstellten.

Freimaurerische Gefangenenfürsorge

In der Druckschrift „Bilder aus dem Leben der Münchener und bayerischen Logen zum 25. Stiftungsfest der Loge „Zum aufgehenden Licht an der Isar", München, 19. März 1927", findet man folgende Darlegung über die Ziele der Feldlogen:

„1. Pflege eines regen, innigen Verkehrs mit den heimatlichen Logen und Großlogen im Sinne einer inneren, wachsenden Einigkeit und Einheit der deutschen Freimaurerei und Stellungnahme zur internationalen Freimaurerei (die man sonst immer als nicht vorhanden erklärt!! D. Verf.) der mit uns im Kriege liegenden Staaten, im Hinblick auf die nach dem Kriege erwachsenden großen Aufgaben der deutschen Freimaurerei. (Diesen „großen Aufgaben" wurde ja dann besonders Br. Stresemann gerecht! F. H.)
2. Vermittlung der heimatlichen Wohltätigkeit in den Logen an die im Felde oder in Frankreich befindlichen gefangenen, verwundeten und erkrankten Soldaten, Bestrebungen, die in der Berufshilfe für Kriegsblinde und Kriegsertaubte praktische Erfüllung fanden.
3. Pflege einer geistigen Betätigung aller Brr., besonders der Brr. Lehrlinge und Gesellen, zur Heranbildung maurerischer Charaktere (!!!) und ein inniger brüderlicher Gedanken- und Meinungsaustausch über alle maurerischen Fragen."

Das klingt sehr schön! Wie sah es aber in Wirklichkeit aus?

Diese „heimatliche Wohltätigkeit" beschränkte sich im wesentlichen nur auf Freimaurer und widersprach damit der aus gleichem Erleben geborenen, alles zusammen und gemeinsam tragenden Frontkameradschaftsidee. Dies beweist allein schon die Tatsache, daß ein „Berliner Ausschuß für freimaurerische Gefangenenhilfe" bestand, der es nach seiner eigenen Darstellung für vordringlich hielt, zu beobachten, ob die Arbeiten und Beschlüsse der „Hilfe für kriegsgefangene Deutsche" (also der staatlichen deutschen Kriegsgefangenenorganisation) „voll freimaurerischem Geiste durchdrungen" waren.

Den gleichen Gedanken finden wir auch in einer Erklärung, die das „Bundesblatt", das amtliche Organ der Großen National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln" (datiert 15. Dezember 1915), brachte. Darin lesen wir u. a. folgenden Satz:

„Auf Grund von Verhandlungen, die der Vorsitzende des Berliner Freimaurerausschusses für Kriegsgefangene mit Br. Hamm, der seinerzeit die englischen Br. nach Deutschland begleitete, geführt hat (1), haben wir die Hoffnung, daß es möglich sein wird, den in England und Deutschland gefangenen Freimaurern ErIeichterungen zu verschaffen."

Ziehen wir aber darüber hinaus die freimaurerische Presse des Auslandes heran, so finden wir, besonders in den neutralen Staaten, eine außerordentlich stark betonte Fürsorge zugunsten von Kriegsgefangenen, Internierten, Austauschgefangenen usw. Wer jedoch die darüber erschienenen Artikel genauer liest und das sonstige politische Verhalten und Denken der handelnden Personen und Großlogen gegenüber den Mittelmächten in Betracht zieht, der findet, daß hier unter Mißbrauch des Roten Kreuzes eine freimaurerische Spionagetätigkeit entfaltet wurde, über deren Umfang wohl ganze Bücher geschrieben werden könnten!

Ein interessantes Beispiel hierfür aus allerneuester Zeit bietet sich uns im Heft 2, Februar 1940 der Alpina", der amtlichen Monatsschrift der gleichnamigen „schweizer" Großloge. Dort liest man im Rahmen eines von boshaften Angriffen auf Deutschland und niederträchtigen Tatsachenverfälschungen strotzenden Artikel „Unser Weg", der sonst in deutscher wie in französischer Fassung gedruckt ist, u. a. folgende Sätze:

„Neben dieser ersten und größten Aufgabe aller Großlogen, für das Wohl der Menschheit (nämlich die „Völkerverbrüderung" zu betreiben; F. H.) lassen sich noch sekundäre Tätigkeitsgebiete abgrenzen: Finanzielle Beihilfe an nationale und internationale Hilfsgesellschaften zur Linderung der Kriegsschrecken, z. B. an das internationale Rote Kreuz; des ferneren persönliche Mitarbeit der Brüder in sonstigen nationalen und internationalen Hilfskomitees. Jeder Großloge und jedem Bruder ist vielfach Gelegenheit geboten, ihre humanitäre Einstellung unter Beweis zu stellen. Infolge der Aufhebung der Freimaurerei in Deutschland, Österreich, Polen und in der Tschechoslowakei werden wir unsere Bemühungen vorläufig (!) auf diese allgemeinen Hilfsleistungen beschränken müssen."

Was der Verfasser dieses Artikels, der Hochgradfreimaurer des 33. Grades und Präsident der „Association Maçonnique Internationale" (Frmrische Weltvereinigung in Genf), Kurt von Sury, damit sagen will, kann man nur verstehen, wenn man weiß, wie vielseitig der Frmr. den Begriff „humanitäre Einstellung" auszulegen gewohnt ist! Da das Verbot der Freimaurerlogen in Deutschland im Kriege 1939 bis 1940 zahllose, im Weltkrieg vorhanden gewesene Einbruchsstellen verstopft hatte, deren sich die „unpolitische" Wühlarbeit der Brr. damals hatte bedienen können, versucht man nun unter Mißbrauch des „Roten Kreuzes" wenigstens einiges in dieser Richtung tun zu können.

Daß dies tatsächlich der Sinn dieser freimaurerischen „Hilfsaktionen" sein sollte, zeigen die dann folgenden, den Artikel beschließenden Ausführungen Br. von Surys. Wir lesen da:

„Wir hoffen aus tiefstem Herzen, daß der Welt ein langer Krieg erspart bleibe. Was wir aber von unserer Seite zu leisten berufen sind, das Kriegselend lindern zu helfen, das wollen wir eingedenk der „alten Pflichten" voll Mitgefühl für die leidende Menschheit getreulich erfüllen."

Das klingt zunächst ganz harmlos und bieder, aber es bekommt ein ganz anderes Gesicht, wenn wir neben den deutschen nun den französischen Text halten. Beide stimmen völlig überein, nur am Schluß nicht! Dort heißt es nämlich in der französischen Fassung:

„… et en pensant avec profonde sympathie à tous nos anciens Frères dans le malheur." - Das heißt aber auf deutsch: „... und indem wir in tiefem Mitgefühl an alle unsere ehemaligen Brr. in Not (im Unglück) denken!"

Die „leidende Menschheit", für die man sich auf deutsch einsetzen zu wollen vorgibt, hat sich jetzt plötzlich in die „ehemaligen Brr." verwandelt, die „im Unglück" sitzen. Dieses „Unglück" ist das Verbot der Freimaurerei in Deutschland, Österreich, Polen, im Protektorat und in der Slowakei! Ihnen will man in ihrem „Unglück" helfen, man will sie „beglücken", d. h. - kann nur heißen! - man will unter dem Deckmantel der „Humanität" die freimaurerischen Interessen zum Siege führen.
Daß diesem „neutralen" Streben von der deutschen Wehrmacht Einhalt geboten wurde, ändert nichts an der Tatsache, die unwiderleglich beweist, daß „neutrale" Freimaurer in niederträchtigster Weise bemüht waren, das „Rote Kreuz" im Interesse der Feindpropaganda zu mißbrauchen.
Auf dem Schlachtfeld entweihten die Verteidiger der „Humanität", der „Freiheit", der „Zivilisation", als die sich die westlichen „Demokratien" ja bezeichnen, in zahllosen Fällen das „Rote Kreuz" zum Schutze von Munitionsdepots usw., und hier sehen wir nun das Bemühen, an der unsichtbaren Front der geistigen und weltanschaulichen Auseinandersetzung, nach der gleichen Methode verfahrend, die freimaurerische Zersetzungsarbeit gegen „Feindsicht" als „Dienst an der Menschheit" zu tarnen!

Die Gefangenenloge „In Ketten zum Licht“

In der Broschüre „Die Feldloge ‚In Ketten zum Licht' und andere freimaurerische Erinnerungen aus der Kriegsgefangenschaft", verfaßt von Br. T. Taeschner - Stettin, Mitglied der Loge „Bruderbund am Fichtenberg" im Orient Berlin-Steglitz, Handschrift nur für Brüder Freimaurer", Leipzig, 1921, lesen wir u. a. folgendes:

Seite 9-10:
„In solch einer Zelle (2) also tagten unsere Kränzchen, und es war für acht Mann nicht eben sehr bequem. Aber man war doch unter sich und dabei half man sich schon. Jeder mußte sich natürlich seinen Kaffeetopf bzw. seine Tasse, wer eine besaß, sowie seinen Tabak selbst mitbringen. Der Kaffee wurde aus der Kränzchenkasse bezahlt. Primitiv, aber gemütlich war's, und es ging sehr lebhaft bei solchen Zusammenkünften her. Manchmal aber, wenn frmr. Interna aufs Tapet kamen, sank die Unterhaltung mit Rücksicht auf die, nur durch dünne Papierwände getrennte, profane Nachbarschaft zu geheimnisvollem Flüstern herab.
Da wurde denn auch der Plan beraten, unsere Kaffeegesellschaft zu einem richtigen Logenkränzchen auszubauen, bei dem dann auch Vorträge mit frmr. Tendenzen gehalten werden sollten. Das Für und Wider wurde eifrigst erwogen. Der Schwierigkeiten gab es gar viele, die dem Plane entgegenstanden, aber man kam dann doch endlich zu dem Entschluß, den Gedanken in die Tat umzusetzen. Bald kamen auch noch vier weitere Brr. hinzu, die uns der Zufall finden ließ.
Auf meine Anregung hin hatten wir in der Lagerzeitung, die allwöchentlich erschien, eine kurze, nur Frmr. verständliche Notiz einrücken lassen. Daraufhin meldete sich der Türke Nafiz Schefik Kori Bey, Polizeipräsident von Smyrna, Schüler der deutschen Klasse der von mir ins Leben gerufenen Volkshochschule, und Dr. med. Othman Holzmann, Leibarzt des Sultans von Marokko, welcher an der gleichen Schule Türkisch und Arabisch lehrte und dessen Schüler ich war. Ersterer gehörte der Loge Meschrutyet, Or. Damaskus, Großor. der Türkei, letzterer der Loge Coronation in Tanger an, derselben, aus der wir schon den Br. Weiß zu den Unsrigen zählten. Etwas später kam dann noch, infolge des Zuzuges eines anderen aufgelösten Gefangenenlagers, der Ungar Dr. jur. Manheim von der Loge Cosmos Nr. 288 in Paris, und als letzter der Kaufmann B. Schmidt, Lodge The Widow's Son VII, Or. Cap Mount, Liberia, hinzu. Nun waren wir zwölf Brr., und unsere Freude über den Zuwachs war groß.
Seite 10-11:
„Am schwierigsten war die Beschaffung eines Raumes, der geeignet war, als Tempel zu dienen. Aber auch diese Frage wurde befriedigend gelöst. Aus zerlegbaren Wandteilen wurde ein 51/2 Meter breiter und 31/2 Meter hoher Kasten konstruiert, den wir in der Musikküche, die uns zur Verfügung stand, in kurzer Zeit aufstellen konnten. Ebenso schnell war er wieder abzumontieren. Auf einem im selben Raume angebrachten Hängeboden konnten die einzelnen Wandteile und alle anderen Gerätschaften, Tischchen, Säulen und Leuchter rasch und sicher verstaut werden.
Nachdem auch unsere mr. Bekleidung teils von einem türkischen, teils von einem ungarischen Schneider angefertigt, die Beamtenzeichen aus Messing geschnitten und ziseliert, die Bijous aus französischen Fünffrankstücken gegossen und auch alle Beamten gewählt waren, konnte endlich der 28. Januar 1918 als Gründungstag unserer Loge festgesetzt werden."
Seite 11:
„Als nun der Tag herangekommen war, waren alle Vorbereitungen für einen würdigen Verlauf der Feier getroffen. Um 41/2 Uhr waren alle Brr. im Vorraum versammelt. Nach kurzer Ansprache erfolgte programmgemäß die Vollziehung der Gründungsakte durch alle Brr. Freimaurer. Dann bat ich die Brr., sich mr. zu bekleiden, und der höchstbegradete Br. Lederer von der amerik. Großloge zu Philadelphia begab sich in den zum Tempel bestimmten Raum, um am Altar den Eintritt der Brr. zu erwarten und die Lichteinbringung vorzunehmen."
Seite 11:
„Das geheimnisvolle Ereignis hielt uns alle in seinem Banne. Und als nach den Worten Br. Lederers: „Kraft der mir verliehenen Gewalt als Br. Freimaurer im 32. Grade des Großlogenbundes der Vereinigten Staaten von Nordamerika weihe ich diesen profanen Raum zum Tempel und gebe ihm hiermit das Licht", dieses meteorartig aufstrahlte und den Tempel in glänzende Helle tauchte, war jeder von uns stark ergriffen."
Seite 12:
„Mit Rücksicht auf die uns zu nahe auf der Haut sitzende profane Außenwelt und die prekäre Lage, in der wir uns befanden, durften wir aber das Schluß-Kettenlied zu unserem lebhaften Bedauern nur ganz leise raunen.
In gehobenster Stimmung und äußerst befriedigt verließen wir dann den Tempel, um schleunigst alle Vorbereitungen für die daran anschließende Tafelloge zu treffen. Zu diesem Zwecke mußte jedoch der Tempel erst abgebrochen und verpackt werden. Da ein jeder dabei half, war diese Arbeit im Handumdrehen geschehen. Ordonnanzen stellten die bereitstehenden Tische auf, weiße Bettlaken wurden darüber gebreitet, die Tafel mit blühenden Ginsterbüschen festlich geschmückt. Geschirr wurde herangeschleppt und das von einem deutschen Koch bereitete Mahl aufgetragen.
Ha! und welche Leckereien gab es da. Italienischer Salat leitete das Festmahl ein, Prinzessinnensuppe, Rinderfilet mit Spargel und Kompott, Süßspeisen folgten, und eine Käseplatte mit Camembert, Gervais und Fromage de Brie schlossen es ab. Man konnte nämlich auf Ile Longue, wenn auch damals schon zu gesalzenen Preisen, alles haben. Das Essen kostete jeden von uns etwa 30 Franken. Auch der Wein fehlte nicht, und bald waren wir alle in animiertester Stimmung, die allerdings durch das Appellsignal um 8 Uhr eine starke Ernüchterung erlitt.
Aber nach dem Appell fanden wir uns wieder zusammen und blieben unter Anwendung gewisser Vorsichtsmaßregeln noch bis gegen 12 Uhr nachts beieinander."
Seite 13:
hören wir über den Meister vom Stuhl der Feldloge, den Br. Holzmann, „daß er Israelit und dann zum Mohammedanismus übergetreten war."
Seite 14:
„Das letzte Johannisfest war der Abschluß unseres Logenlebens auf Ile Longue. Bald darauf wurden die Österreicher und Ungarn ausgetauscht, und da auch unser Abtransport in naher Aussicht stand, so deckten wir in einer letzten, sehr stillen und trübsinnigen Arbeit unsere Feldloge „In Ketten zum Licht"."

Ich habe absichtlich keine Zwischenbemerkungen zu diesen Mitteilungen des Brs. Taeschner gemacht und kann mich wohl angesichts der aus seiner ganzen Darstellung sprechenden Unkameradschaftlichkeit, die in den anderen Gefangenen eine „zu geheimnisvollem Flüstern zwingende, auf der Haut sitzende profane Nachbarschaft" erblickte, darauf beschränken, kurz und knapp festzustellen: Wenn kleine Kinder basteln, dann schaffen sie dabei wirklichkeitsgebundene Dinge (kleine Häuschen, Puppenmöbel usw.). Das nennt man dann „kindliches Spiel" oder „Kindergarten".
Bei Br. Taeschner aber sehen wir erwachsene Menschen, für die es in einer so ernsten Zeit nichts Dringlicheres gab, und die keine größeren Sorgen hatten, als in einem ärmlichen und geradezu mitleideregend dürftigen Intellekt aus Lappen und Pappstückchen sich Schürzchen, Bändchen, transportable Logeneinrichtungen und ähnlichen albernen Zauber herzustellen.
Dieses kindische Gebaren bezeichneten sie dann als „Königliche Kunst", verzapften schwülstige Redensarten über „Menschenwürde" und arbeiteten am „Bau des Tempels Salomo", um ihn dann schleunigst wieder abzureißen, weil die Leckerbissen warteten!

Es gehört wohl schon ein ziemlich intensives Logentum dazu, um die Erbärmlichkeit dieses Benehmens nicht mehr zu spüren. Und das alles auf einer Insel, auf der, wie Taeschner selbst erzählt, auf einem Flächenraum von 300 Meter Länge und 250 Meter Breite etwa 2000 Menschen zusammengepfercht waren!

Die Logenliste

Die Mitglieder der Loge „In Ketten zum Licht" waren nach Taeschner:

  1. Taeschner, Loge „Bruderbund am Fichtenberg", Berlin-Steglitz (Große National-Mutterloge zu den 3 Weltkugeln).
  2. Schiffsoffizier Kreuziger, Loge „Teutonia zur Weisheit", Potsdam (Große National-Mutterloge zu den 3 Weltkugeln).
  3. Prof. Dr. Mättig, Loge „Zu den Romeriken Bergen", Remscheid (Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland).
  4. Kaufmann Maser (Jude), Loge „Josef zur Einigkeit",. Nürnberg (Große Mutterloge des Eklektischen. Freimaurerbundes in Frankfurt a. M.).
  5. Kaufmann Beck, Loge „Aurora", Buenos Aires (Großorient von Argentinien).
  6. Kaufmann Italiener (Jude), Loge „Germania zur Einigkeit", Berlin (Großloge von Hamburg).
  7. Fabrikbesitzer Lederer (Jude), Loge „Philadelphia Konsistory", Mount Moriah, 155, Philadelphia (Großloge von Pennsylvanien, Nordamerika), wird von Taeschner als Hochgradbruder des 32. Grades bezeichnet.
  8. Gesandtschaftsattaché Weiß (Jude), Loge „Coronation Nr. 934", Tanger in Marokko (Großloge von Schottland).
  9. Nafiz Schefik Kori Bey, Polizeipräsident von Smyrna, Loge „Meschrutyet", Damaskus (Großorient der Türkei).
  10. Dr. Achmed Othmann Holzmann (Jude, mohammedanischer Konfession!), Leibarzt des Sultans von Marokko, Loge wie Nr. 8.
  11. Dr. jur. Manheim („ungar." Jude), Loge „Cosmos Nr. 288", Paris (Große Loge von Frankreich).
  12. Kaufmann B. Schmidt, Loge „The Widows Son VII", Kap Mount in Liberia (Negerrepublik), Große Loge von Liberia in Monrovia in Afrika (Negerloge!!).

Jeder Zusatz würde abschwächen! Es gibt nur eine Freimaurerei!

Anmerkung

1) Das war im Mai 1913, als eine unter der Führung des damaligen Großmeisters der Großloge von England und Brs. des 33. Grades, Lord Ampthill, stehende Abordnung „englischer" Brr. nach Deutschland kam, um die „nationalen" Großlogen in Berlin zu besuchen.
Lord Ampthill, der dabei in Berlin eine seiner scheinheiligen, mit öligen Humanitätsphrasen gespickten Reden hielt, ist einer der heimtückischsten Mitarbeiter an der Einkreisung Deutschlands und damit einer der Hauptschuldigen des Weltkrieges gewesen.

2) Das waren keine Gefängniszellen, sondern von den Internierten in großen Baracken selbst hergestellte Abteilungen.


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