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Freimaurerei

Aus Freimaurer-Wiki

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Inhaltsverzeichnis

Was ist Freimaurerei?

Das ist eine Frage, die oft gestellt wird und schwer zu beantworten ist. Je allgemeiner die Antworten sind, desto weiter weg vom wirklichen Leben sind sie, auch vom Freimaurerleben. Und je konkreter sie ausfallen, desto schwerer verständlich sind sie für Nicht-Freimaurer. Daher gilt die alte masonische Erkenntnis: Die Freimaurerei versteht man letztlich nur, wenn man sie selbst erlebt.

Wir versuchen es dennoch mit Hilfe von drei Quellen: mit dem im Wiki oft verwendeten 'Internationalen Freimaurer-Lexikon' von Lennhoff-Posner, mit dem weltweit verkauften Einführungsbuch 'Freemasons for Dummies' von Christopher Hodapp und mit dem 'Deutschen Freimaurerlexikon' von Reinhold Dosch. Rudi Rabe


Definitionen bei Reinhold Dosch (2011)

Überarbeite Neuausgabe 2011

Quelle: Deutsches Freimaurerlexikon von Reinhold Dosch; erstmals erschienen 1999. Den folgenden Text entnahmen wir mit Genehmigung des Autors der überarbeiteten Neuausgabe, die 2011 im österreichischen StudienVerlag erschien.

Helmut Reinalter in ‚Die Freimaurer’:

„Die Freimaurerei ist eine international verbreitete Vereinigung, die unter Achtung der Würde des Menschen für Toleranz, freie Entwicklung der Persönlichkeit, Brüderlichkeit und allgemeine Menschenliebe eintritt. Sie geht davon aus, dass menschliche Konflikte ohne zerstörerische Folgen ausgetragen werden können. Voraussetzung dafür ist die Herstellung eines Vertrauensverhältnisses zwischen den Menschen unterschiedlicher Überzeugungen. Die Freimaurerei ist auf den einzelnen Menschen ausgerichtet und bemüht, ihn zu vervollkommnen.“

Auf die Frage „Was ist Freimaurerei?“ gibt es viele Antworten, da jeder Freimaurer auf der Welt eine andere Definition geben kann. Da die Freimaurerei nicht dogmatisch ist, gibt es keine verbindliche Erklärung. Allerdings haben alle Freimaurer eine gemeinsame Lebensanschauung, so dass die Antworten ähnlich ausfallen werden.

Oft gebraucht wird die alte englische Definition:

Was ist Freimaurerei?
Daheim ist sie Güte,
im Geschäft ist sie Ehrlichkeit,
in Gesellschaft ist sie Höflichkeit,
bei der Arbeit ist sie Anständigkeit!
Für den Unglücklichen ist sie Mitleid,
für den Schwachen ist sie Hilfe,
für den Starken ist sie Vertrauen.
Dem Gesetz gegenüber ist sie Treue,
gegen das Unrecht ist sie Widerstand.
Beim Reuigen ist sie Verzeihen,
für den Glücklichen ist sie Mitfreude.
Vor Gott ist sie Ehrfurcht und Liebe.

Lessing antwortet in „Ernst und Falk“:

„Freimaurerei ist nichts Willkürliches, nichts Entbehrliches, sondern etwas Notwendiges, das im Wesen der Menschen und in der bürgerlichen Gesellschaft gegründet ist.“

Die Schweizerische Großloge Alpina antwortet:

„Der Zweck des Freimaurerbundes ist die Erziehung seiner Mitglieder zum wahren Menschentum. Die Mittel hierzu sind die Übung der von den mittelalterlichen Dombauhütten übernommenen symbolischen Gebräuche, die gegenseitige Belehrung über die wichtigen Angelegenheiten der Menschheit, die Pflege des Idealen und Anregung zu wahrer Freundschaft und Bruderliebe. Jeder soll diese Grundsätze außerhalb der Loge verbreiten, die Aufklärung nach Kräften fördern und der Intoleranz entgegentreten. In der Loge werden die Mitglieder durch gemeinsames Erleben von Symbol und Ritual zur Selbsterziehung angeregt. Durch Eintreten für die Würde des Menschen und Pflege der Brüderlichkeit und durch Übung der Wohltätigkeit versuchen die Freimaurer, die Ideale der Humanität zu verwirklichen.“

Die Großloge der ‚Allgemeinen Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland’ (AFAM):

Sie trifft sechs Feststellungen unter der Überschrift „Freimaurerei, was sie ist, was sie nicht ist:

  1. Freimaurerei ist trotz aller Bemühungen um Information um Aufklärung immer noch eine große Unbekannte. Ihr Bild wird von Nichtwissen, Irrtümern und Vorurteilen verzerrt. Dafür tragen zu einem großen Teil die Freimaurer selbst die Verantwortung, denn sie haben zu lange über sich und ihren Bund geschwiegen. Heute trete in die Freimaurer an die Öffentlichkeit, informieren ausführlich über sich und suchen das Gespräch mit ihrer Umwelt.
  2. Freimaurerei ist ein Bruderbund. Über alle weltanschaulichen, politischen, nationalen und sozialen Grenzen hinweg sollen Menschen miteinander verbunden werden, die sich von Herkunft und Interessenlage sonst nicht begegnen würden. Die Freimaurerlogen folgen ihrer speziellen Tradition, Trennendes zu überwinden, Gegensätze abzubauen, Verständigung und Verständnis zu fördern sowie der Gefahr der Isolierung des Einzelmenschen in der Arbeits- und Konsumwelt entgegenzuwirken. Durch engagierte Mitmenschlichkeit will der Freimaurerbund nicht nur der Lebensgestaltung seiner Mitglieder dienen, sondern auch ein Modell für Partnerschaft in der Gesellschaft außerhalb der Logen bieten.
  3. Freimaurerei ist ein Männerbund. Die Gründe hierfür sind, dass seine Formen und Symbole aus der männerbündischen Tradition der Bauhütten hervorgegangen sind, dass das Männer-Prinzip die Homogenität der Logengruppe fördert und dass Männerbünde in einer demokratischen Gesellschaft, in der sich auch Frauen nach eigenen Vorstellungen zusammenschließen, keinerlei diskriminierenden Charakter haben. Freimaurerei ist heute allerdings ein „offener“ Männerbund, der Partnerin und Familie weitgehend in das Gemeinschaftsleben der Loge einbezieht.
  4. Freimaurerei ist ein ethischer Bund. Der Tradition der europäischen Aufklärung folgend, bekennen sich die Freimaurer zu moralischen Werten und Überzeugungen. Der Freimaurerbund entwickelt zwar kein eigenes ethisches System und versucht schon gar nicht, ethische Überzeugungen in politische Programme zu übertragen. Dennoch gibt die Freimaurerei mit ihren alten Wertpositionen Menschlichkeit, Brüderlichkeit, Freiheit, Gerechtigkeit und Toleranz, Orientierungen und Maßstäbe für das Denken und Handeln ihrer Mitglieder vor. Im Vergleichen von Realität und Wertmaßstab, im gemeinsamen Nachdenken und in kritischer Selbstaufklärung sollen Verhaltensweisen und Umgangsstile eingeübt werden, die ein Umsetzen ethischer Überlieferung in die Lebenspraxis des einzelnen Freimaurers bewirken.
  5. Freimaurerei ist ein symbolischer Werkbund. Zur Festigung der zwischenmenschlichen Bindungen, zur gefühlsmäßigen Vertiefung ethischer Überzeugungen und als Anleitung zur Selbsterkenntnis bedienen sich die Logen alter, aus der Tradition der europäischen Dombauhütte stammender Symbole und symbolhafter Handlungen. Die „Entzauberung“ der durch den technischen Fortschritt und die von ihm geprägte Unrast des zivilisatorischen Daseins bedarf der Ergänzung durch einen Raum der Besinnung, der Kontemplation. Freimaurer verschließen sich nicht den modernen Lebens- und Arbeitsformen, zu deren Vermenschlichung sie beitragen wollen. Sie sehen aber in der tätigen Daseinsbewältigung nur eine Seite menschlicher Existenz, die der Ergänzung bedarf. Im freimaurerischen Brauchtum wird diese Ergänzung vermittelt.
  6. Freimaurerei ist keine politische Bewegung und kein Interessenverband. Logen und Großlogen formulieren keine Programme und nehmen nicht teil an parteipolitischen Auseinandersetzungen. Dennoch hat die Freimaurerei eine politische Wirkung: Als „Gemeinschaft toleranter Ungleichgesinnter“ leistet sie einen Beitrag zur Überwindung der schädlichen Auswirkungen politische Konflikte zwischen Menschen und Nationen, gemäß ihres Bekenntnisses zur Toleranz hilft sie, die politische Kultur zu verbessern, durch das Erörtern wichtiger Zeitfragen in den Logen trägt sie zur politischen Urteilsbildung ihrer Mitglieder bei. Auf der Grundlage persönlicher Überzeugung verantwortlich zu handeln, ist dann die Aufgabe des einzelnen Freimaurers.

Freimaurerei ist keine Nebenkirche. Als diesseitsorientierter ethischer Bund ist sie weder Religionsgemeinschaft noch Religionsersatz. Sie entwickelt keine Theologie und kennt keine Dokumente und Sakramente. Allerdings verwendet die Freimaurerei Symbole, die sie dem religiösen Bereich entlehnt wie zum Beispiel das Symbol des „Großen Baumeisters alle Welten“. Dieses Symbol verkörpert keinen eigenen freimaurerischen Gottesbegriff, den es nicht gibt. Es ist vielmehr ein umfassendes Symbol für den transzendenten Bezug des Menschen, das von jedem Freimaurer gemäß seiner eigenen weltanschaulich-religiösen Überzeugung gedeutet werden kann.

Freimaurerei ist kein Geheimbund. Sie bekennt sich zur Demokratie und offenen Gesetzgebung. Zweck, Organisation und Vorstände von Logen und Großlogen sind jedem Interessenten zugänglich. Viele Veranstaltungen sind heute öffentlich, und die im Auftrag der Großloge AFAM herausgegebenen Zeitschrift „Humanität“ kann auch von Nichtmitgliedern bezogen werden.

Die von den Freimaurern geübte Verschwiegenheit bezieht sich nur auf einige Einzelheiten des freimaurerischen Brauchtum und ist Symbol für den in jeder Gemeinschaft notwendigen Schutz des persönlichen Vertrauens. Mit jeder Art von Verschwörung hat Freimaurerei nichts zu tun.“

Was ist also Freimaurerei?

Darauf kann man in einem Satz sagen: Die Freimaurerei hilft mit, dass jeder Bruder ein ausgeglichener Mensch und die Welt dadurch ein wenig menschlicher wird.


Definition bei Christopher Hodapp (2005)

Das Buch gibt es auch auf Deutsch. Rezension: hier

Quelle: 'Freemasons for Dummies'. Christopher Hodapp, ein bekannter amerikanischer Freimaurer und Autor des 350-Seiten-Buches, versucht am Beginn eine Definition. Wenn man diese liest, ist zweierlei zu beachten: Die Freimaurerei wird zwar überall nach denselben Formen und Inhalten gelehrt und gelebt, einige (periphere) Details der Definition passen aber unausgesprochen nur zu Amerika. Und zweitens: Hodapp bezieht sich auf die sogenannte reguläre Freimaurerei; diese nimmt nur Männer auf. Was er schreibt gilt aber ebenso für die feminine Freimaurerei und für Gemischte Logen.

Wir haben den Text aus der amerikanischen Originalausgabe ins Deutsche übertragen.

Freimaurer sind meistens nicht gut, wenn es darum geht zu erklären, was sie sind oder was sie tun. Aber oft ist das so, weil die Antworten, die Außenstehende erwarten, einfach zu kompliziert wären.

Die Freimaurerei ist eine Verbindung von Männern, die sich mit Moral und Spiritualität befassen. Und sie ist eine der ältesten und bekanntesten Bruderschaften der Welt.

Freimaurerei ist vielleicht die zugleich populärste und am meisten missverstandene „geheime Gesellschaft“, die es je auf der Welt gegeben hat. Scheinbar "geheim" ist sie, aber zugleich am meisten sichtbar: Jeder Staat in den USA und beinahe jedes Land der Welt hat eine Großloge von Freimaurern, und alle haben eine eigene Website. Freimaurer tragen Ringe, Jacketts und Hüte mit dem Zirkel-und-Winkelmaß-Zeichen. Ihre Autos haben oft Nummernschilder und Aufkleber, die sie als Freimaurer ausweisen. Freimaurerische Logenhäuser sind als solche gekennzeichnet, ihre Adressen und Telefonnummern stehen in den Telefonbüchern. Manche Großlogen haben sogar begonnen, auf Plakatwänden zu werben. Wenn die Freimaurervereinigungen wirklich geheim wären, bräuchten sie einen Auffrischungskurs in Sachen Tarnung.

Es gibt keine einfache und kurze Definition, die zufriedenstellend beschreibt, was Freimaurerei ist. Es ist ein System, eine Philosophie von Moral und Ethik mit einem sehr grundsätzlichen Anspruch. Und sie ist ganz anders als die vielen Vereinigungen, die es sonst noch gibt. Das sind die wichtigsten Kriterien, welche die Freimaurerei von diesen unterscheiden:

  • Freimaurerei ist eine Bruderschaft von Männern, die sich durch Gelöbnisse miteinander verbinden, welche auf die mittelalterlichen Steinmetz-Bruderschaften zurückgehen.
  • Die freimaurerischen Vorschriften, Erzählungen und Gebräuche basieren auf den Alten Pflichten, den Regeln dieser alten Zünfte.
  • Mit Hilfe der Ausdrucksweise und der Symbole der alten Steinmetzzünfte vermittelt die Freimaurerei bei rituellen Zusammenkünften soziale und moralische Tugenden, wobei sie die Arbeit am Bau eines Tempels vergleicht mit der Entwicklung des Charakters von Menschen.
  • Freimaurer sind verpflichtet, brüderliche Liebe zu praktizieren, einander beizustehen, andere als ebenbürtig zu behandeln, Geheimnisse zu bewahren und Vertrauen zu schenken.
  • Freimaurer haben bestimmte Methoden, an denen sie einander erkennen können, wie zum Beispiel Handschläge, Zeichen und Passwörter.
  • Freimaurer versammelt sich bei Logenarbeiten, die von einem Stuhlmeister geführt werden, unterstützt von sogenannten Aufsehern. Bei diesen Zusammenkünften werden moralisch und mental gefestigte Beitrittswerber aufgenommen: in geheim gehaltenen Ritualen, die auf die Legenden der alten Zünfte zurückgehen.
  • Die Freimaurerei ist keine Religion. Es gibt keine religiösen Glaubenssätze, welche die Mitglieder akzeptieren müssen. Freimaurer müssen nur ganz einfach an die Existenz eines „Supreme Being“ glauben, was auch immer sie sich darunter vorstellen mögen. Ihr persönlicher Glaube ist genau das: persönlich. („Supreme Being“ kann übersetzt werden mit höchstes Wesen oder höchste Wesenheit oder als höchstes Sein; in der deutschsprachigen Freimaurerei wird üblicherweise vom Großen Baumeister aller Welten gesprochen; das ist aber auch nur ein metaphorischer Platzhalter.)
  • Die Freimaurerei ist keine Wissenschaft, aber sie vermittelt ihren Mitgliedern, das Lernen, das Suchen und das Erfahren wertzuschätzen. Sie ermutigt die Freimaurer selbständig zu denken, aber sie sagt nicht, was sie denken sollen.
  • Die Freimaurerei bringt ihren Mitgliedern bei, gegenüber dem, was andere Menschen denken und glauben, tolerant zu sein; und jeden Menschen als gleichwertig anzusehen, jeder verdient Respekt und Beistand.


Definitionen bei Lennhoff-Posner (1932)

Die von Dieter A. Binder in den 1990iger Jahren überarbeitete Neuauflage; sie erscheint immer wieder mit wechselnden Covern.

Quelle: Internationales Freimaurer-Lexikon von Eugen Lennhoff und Oskar Posner (1932)

(engl. Freemasonry, frz. Franc-Maçonnerie; deutsch auch Maurerei, engl. Masonry und frz. Maçonnerie).

(1) Definitionen in den Verfassungen einzelner Großlogen

Großloge von England

Sie setzt ihrer Verfassung die Alten Pflichten voran, gibt jedoch eine Umschreibung des Begriffes Freimaurerei in dem Katechismus des Lehrlingsgrades. Diese lautet: "Freimaurerei ist ein eigenartiges System der Sittlichkeit, eingehüllt in Allegorien und erleuchtet durch Sinnbilder. Die Freimaurerei lehrt Wohltätigkeit und Wohlwollen üben, die Reinheit schützen, die Bande des Blutes und der Freundschaft achten, die Grundregeln der Religion annehmen, und ihre Gebote achten, dem Schwachen beistehen, den Blinden leiten, die Waisen beschützen, den Niedergetretenen erheben, die Regierung unterstützen, Sittlichkeit verbreiten und Wissen vermehren, die Menschen lieben, Gott fürchten, seine Gebote ausführen und auf Glückseligkeit hoffen."

Grande Loge de France (1907)

"Die Freimaurerei ist eine universelle Vereinigung, gegründet auf Solidarität. In allen Lagen sollen die Freimaurer einander unterstützen, selbst im Falle der Lebensgefahr. Die Freimaurerei hat zum Zweck die moralische Vollendung der Menschheit, als Mittel hierzu die ständige Verbesserung der geistigen und materiellen Lage der Menschen. Sie hat als Devise die Worte: "Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit." Sie ist die praktische Schule, der Tempel des Unterrichts dieser drei Hauptgründsätze aller Vereinigungen von Menschen, die Gerechtigkeit und Fortschritt wollen... Die Maurertempel sind jeder praktischen Arbeit an einem höheren Leben offen, für welche die profane Welt schrittweise vorbereitet werden soll."

Großosten der Niederlande (1928)

"Die Freimaurerei ist eine Geistesrichtung, aus innerem Drange geboren, die alle geistigen und seelischen Eigenschaften zu entwickeln, strebt die den Menschen auf eine höhere geistige und sittliche Stufe erheben können. Sie findet ihr Ziel in der Ausübung dieser Lebenskunst. Zweck der Freimaurerei ist zunächst die Vervollkommnung des einzelnen und die Leitung der Menschheit auf dem Wege zu vollkommener und harmonischer Entwicklung. Sie lehrt, daß die erste Pflicht des Menschen sei, sich dem Wohle der Gesellschaft zu weihen und. wenn nötig, zu opfern. Sie forscht nach den allen Menschen gemeinsamen Gefühlen, um die Nationen zu vereinigen und verfolgt den Zweck die Vorurteile, die Quelle der Feindschaft unter den Völkern, zu vernichten. Sie strebt dahin diese Grundsätze im gesellschaftlichen Leben zur Geltung zu bringen und leiht Beistand und Hilfe überall, wo auf gleicher Grundlage Anstrengungen gemacht werden, das Wohl der Menschheit zu fördern."

Symbolische Großloge von Ungarn

"Der Bund der Freimaurer ist eine zur Wahrung Pflege und Verbreitung der wahren Humanität geschaffene Korporation, deren Mitglieder einander als Brr. betrachten und nennen."

Deutsche Großlogen

Zumeist nach einer gemeinsam vom deutschen Großlogenbunde ausgearbeiteten Fassung. Zwei Beispiele:

Großloge von Hamburg

"Die Freimaurerei bezweckt in einer zumeist den Gebräuchen der zu Bauhütten vereinigten Werkmaurer entlehnten Form die sittliche Veredlung des Menschen und menschliche Glückseligkeit überhaupt zu fördern. Indem sie von ihren Mitgliedern den Glauben an Gott als den obersten Baumeister aller Welten, an eine höhere sittliche Weltordnung und an die Unsterblichkeit der Seele voraussetzt verlangt sie von ihnen Betätigung des höchsten Sittengesetzes: "Liebe Gott über alles und Deinen Nächsten wie Dich selbst".

Großloge von Bayreuth (1926)

"Der Bund der Freimaurer bildet eine Vereinigung von Männern, die in Form brüderlicher Gemeinschaft sittliche Veredelung, Menschenliebe und harmonische Ausbildung von Gemüt und Verstand erstreben." Große Loge von Preußen, genannt "Zur Freundschaft": Einleitungssatz wie bei Hamburg, dann heißt es: "Sie betrachtet deshalb als ihre Hauptaufgabe der Logen die innere Arbeit derselben an der Veredlung und sittlichen Vervollkommnung ihrer Mitglieder."

(2) Über die Freimaurerei in Aussprüchen

Lessing
Die Freimaurerei ist nichts Willkürliches, nichts Entbehrliches, sondern etwas Notwendiges, das im Wesen der Menschen und der bürgerlichen Gesellschaft gegründet ist."
Bode
"Die Freimaurerei ist eine Gesellschaft von Männern aus allerlei Nationen und Ständen, die sich freiwillig verpflichten, ein ander zu lieben und ihr gegenseitiges Wohl zu befördern, dabei mit gemeinsamen Kräften danach streben, daß des Guten in der Welt immer mehr und des Bösén immer weniger werde." "
Schröder
"Die Freimaurerei soll das Band der Eintracht und des gegenseitigen Wohlwollens zwiechen Menschen werden, welche sonst durch Religionsbegriffe, Erziehungsvorurteile oder Nationalverhältnisse in einer ewigen Entfernung leben würden."
Fichte
"Der Maurer, der als Mensch geboren ward und dureh die Bildung seines Standes, durch den Staat und seine übrigen gesellschaftlichen Verhältnisse hindurch ging, soll auf diesem Boden wieder ganz und durchaus zum Menschen gebildet werden."
Wieland
"Es ist eine der wesentlichsten Bedingungen unseres Bundes, alle Menschen, ohne Rücksicht auf Stand, Religionsunterschied, bürgerliche und nationale Verhältnisse als unsere Brr. anzuschen und zu behandeln. Der Freimaurer als solcher ist kein Bürger dieses oder jenes Staates, er ist ein Weltburger, oder genauer im Geiste unserer Weihe zu reden, ein Theopolit, Gottesbürger, ein Mitglied der allumfassenden Stadt Gottes."
Krause
"Die Freimaurerei ist die Kunst, den Menschen als Menschen und die Menschheit als Menschheit rein und allseitig zu erziehen, d. h. ihr Leben zu wecken, zu leiten und auszubilden und die ganze Bestimmung des Menschen und der Menschheit zu erreichen."
Goethe
in einer 1821 gehaltenen Logenrede: "Unser Bund hat viel Eigenes, wovon gegenwärtig nur das eine herausgehoben werden mag, daß sobald wir uns versammeln, die entschiedenste Art von Gleichheit entsteht... Jeder bescheidet sich in würdiger Gesellschaft in Betracht allgemeiner Zwecke auf alles Besondere Verzicht zu tun."
Friedrich der Große
In einer Kabinettsordre vom 7. Februar 1779 sagt der König: "daß er immer mit Vergnugen an dem Glück und der Wohlfahrt einer Gesellschaft teilnehme, die. so wie diese, ihren Ruhm in die unermüdliche, unausgesetzte Verbreitung aller Tugenden setze. die den rechtschaffenen Mann und wahren Vaterlandsfreund bilden."
Blücher
in der Loge zu Bautzen, an 18. September 1813: "lch habe von Jugend auf die Waffen für mein Vaterland geführt und bin darin grau geworden. Ich habe den Tod in seinen fürchterlichsten Gestalten geschen und sehe ihn noch täglich. Ich habe Hütten rauchen und ihre Bewohner nackt und bloß davongehen sehen und ich konnte nicht helfen... Aber gerne sehnt sich der Mensch aus diesem wilden Gedränge heraus und segnend preise ich die Stunde, wo ich mich im Geiste mit guten treuen Brr. in jene höheren Regionen versetzen kann, wo ein reineres, helleres Licht uns entgegenstrahlt. Heilig ist mir daher die Maurerei, der ich bis im Tode treulich anhangen werde und jeder Br. wird meinem Herzen stets teuer und wert sein. Gott sei mir gnädig!"
Kaiser Wilhelm I.
"Ich bin mir bewußt, daß ich den Orden nach allen meinen Kraften gegen seine Feinde und Gegner verteidigt habe, weil ich von dem Ernst und der Lauterkeit seiner Zwecke überzeugt bin."
Kaiser Friedrich III., 18. Oktober 1887
"Für mich war sie (die Freimaurerei) mit eine Quelle, das mir auferlegte Leid in Ergebenheit gegen den Willen Gottes zu tragen." Von ihm stammt auch das Wort von der Gewissensfreiheit und Duldung als den zwei Grundsatzen der Freimaurerei. (12. September 1886.)
Allgemeines Handbuch der Freimaurerei
(3. Auflage): "Freimaurerei ist die Tätigkeit engverbundener Männer, die unter Anwendung sinnbildlicher, größtenteils dem Maurerhandwerk und der Baukunst entlehnter Formen für das Wohl der Menschheit wirken, indem sie sich und andere sittlich zu veredeln suchen, um dadurch einen allgemeinen Menschheitsbund herbeizuführen, den sie unter sich im kleinen bereits darstellen wollen."
Bischoff, Diederich
"Symbolkult und Freundschaftspflege bildet die Aufgabe. die allen Logen in der Welt gemeinsam ist. In diese allgemeine Aufgabe aber fügt sich ein besonderes ein: das sind die geistigen Arbeitsgegenstände, mit denen sich die Brudergemeinde heschäftigt. Sie werden vom Logentum aus der Umwelt entnommen. Aus dem Anblick der völkischen Lebensaufgaben und aus der völkischen Empfindungs- und Gedankenwelt."
König 0scar II. von Schweden 1865
"Der Freimaurer ist und will frei sein in der höchsten und edelsten Bedeutung dieses Wortes. Er sieht ein und erkennt, daß gerade das Recht der Selbstbestimmung dem einzelnen Br. die Kraft verleiht, die das Einigungsband vergoldet das die freien Seelen aneinanderkettet und sie zur Ausführung der Werke des Dreifaltig Großen Baumeisters auf Erden fähig macht."
Horneffer, August
("Der Bund der Freimaurer", 1913)- "Worin liegt der Hauptbeweis für den Wert der freimaurerischen Bundesformen? Offenbar in den praktischen Früchten, die sie zeitigen. Ich sehe vornehmlich zwei: durch die Bundesformen ist unter Menschen verschiedenen Glaubens und Herkommens ein Einheitegefühl von solcher Starke erzeugt worden, daß dem Bunde mit Freuden Große Opfer gebracht worden sind und noch taglich gebracht werden. Und zweitens: der Bund hat nicht nur Opferfähigkeit und Opferwilligkeit geztichtet, sondern viele seiner Mitglieder in ihrem ganzen Empfinden und Denken gereinigt, vertieft, verschönt, gehoben. Der Freimaurerei sind mehr charaktervolle Menschen und wertvolle Mitglieder der sozialen Gemeinschaft zu verdanken, als die Welt ahnt."
Heinichen, Otto
("Die Grundgedanken der Freimaurerei im Lichte der Philosophie", 1927): "Die Maurerei ist die universellste Institution zur Beförderung der Humanität und die einzige, die das Gewissen weder durch Satze des Glaubens noch durch solche des Unglaubens bindet."
Endres, Franz C.
("Das Geheimnis des Freimaurers", 1927): "Aufgabe der Freimaurerei: der Gemeinschaft zeigen, was sie dem Individuum schuldet, und den Individuen zeigen, was sie der Gemeinschaft schulden."
Wagler, Paul, 1930
"Die Freimaurerei entstand als das Erlebnis der kunstlerischen Bauarbeit wahrend der Entwicklung des romanischen Stüs im Bau deutscher Dome bis 1150. Freimaurerei ist nach ihrer Symbolik und ihrem Gebrauchtume sowie nach dem Geiste beider germanischer Rassegeist."


Siehe auch

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