Die drei kleinen Lichter der Freimaurerei: Unterschied zwischen den Versionen
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==Die [[Sonne]]== | Die drei kleinen Lichter sind Teil der [[Licht]]er-Symbolik in der [[Freimaurerei]]. Sie werden von den [[drei großen Lichter]]n unterschieden ([[Bibel]], [[Winkelmaß]] und [[Zirkel]]),<ref name="LPB-Licht" /> die die ethischen Grundlagen der [[Freimaurerei]] repräsentieren. | ||
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*[[Die drei kleinen Lichter der Freimaurerei#Die Sonne, der Mond und der Meister|als Sonne, Mond und Meister]] | |||
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==Die [[Sonne]], der [[Mond]] und der [[Meister vom Stuhl|Meister]]== | |||
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Die [[Sonne]] regiert den Tag. Symbolisch steht sie für das aktive, das warme Prinzip, die Emotionen und das männliche Geben. Sie spendet das Licht, das für das Leben und die Arbeit notwendig ist.<ref name="AFuAM-Ritual"/> | Die [[Sonne]] regiert den Tag. Symbolisch steht sie für das aktive, das warme Prinzip, die Emotionen und das männliche Geben. Sie spendet das Licht, das für das Leben und die Arbeit notwendig ist.<ref name="AFuAM-Ritual"/> | ||
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Der [[Mond]] regiert die Nacht.<ref name="AFuAM-Ritual"/> Er steht für das passive, das kalte Prinzip, den Verstand und das weibliche Empfangen. In der [[Symbolik]] wird der [[Mond]] oft als das Reflektierende gesehen, das das [[Licht]] der [[Sonne]] widerspiegelt, um auch in der Dunkelheit Orientierung zu geben.<ref name="AFuAM-Ritual"/> | Der [[Mond]] regiert die Nacht.<ref name="AFuAM-Ritual"/> Er steht für das passive, das kalte Prinzip, den Verstand und das weibliche Empfangen. In der [[Symbolik]] wird der [[Mond]] oft als das Reflektierende gesehen, das das [[Licht]] der [[Sonne]] widerspiegelt, um auch in der Dunkelheit Orientierung zu geben.<ref name="AFuAM-Ritual"/> | ||
==Der [[Meister vom Stuhl]]== | ====Der [[Meister vom Stuhl|Meister]]==== | ||
So wie die [[Sonne]] den Tag und der [[Mond]] die Nacht regiert, so regiert der [[Meister vom Stuhl]] die [[Loge]]. Er soll die [[Brüder]] erleuchten (ihnen Wissen und [[Weisheit]] vermitteln) sowie über die Einhaltung der [[Ordnung]] der [[Loge]] wachen.<ref name="AFuAM-Ritual"/> | So wie die [[Sonne]] den Tag und der [[Mond]] die Nacht regiert, so regiert der [[Meister vom Stuhl|Meister]] die [[Loge]].<ref name="Meister" /> Er soll die [[Brüder]] erleuchten (ihnen Wissen und [[Weisheit]] vermitteln) sowie über die Einhaltung der [[Ordnung]] der [[Loge]] wachen.<ref name="AFuAM-Ritual"/> | ||
=Interpretation von [[Philipp Gerlach]]= | ===Interpretation von [[Philipp Gerlach]]=== | ||
Es handelt sich in der Gegenüberstellung von Geben ([[Sonne]]) und | Es handelt sich in der Gegenüberstellung von Geben ([[Sonne]]) und Nehmen ([[Mond]]) um <i>keine</i> Wertung. Das Passive wird <i>nicht</i> minder dem Aktiven gesehen — oder gar das Weibliche minder dem Männlichen. Vielmehr sollten beide Prinzipien, [[Sonne]] und [[Mond]], als sich wechselseitig ergänzend verstanden werden. | ||
Die Auflistung des [[Meister vom Stuhl|Meisters]] an dritter Stelle stört in gewisser Weise die Ästhetik der Dualität von [[Sonne]] und [[Mond]]. Man kann die Nennung des | Die Auflistung des [[Meister vom Stuhl|Meisters]] an dritter Stelle stört in gewisser Weise die Ästhetik der Dualität von [[Sonne]] und [[Mond]]. Man kann die Nennung des [[Meister vom Stuhl|Meister]]s jedoch auch als Auflösung eben dieser Dualität interpretieren, als Dialektik also: Von These über Antithese zur Synthese. In dem Sinne vermittelt der [[Meister vom Stuhl|Meister]] die beiden Pole, ohne einen von beiden zu negieren. Er braucht <i>kein</i> entweder oder, <i>kein</i> entweder Gefühl <i>oder</i> Verstand. Der [[Meister vom Stuhl|Meister]] kennt Maß <i>und</i> Mitte. Er weiß, um die Stellung beider Prinzipien in seinem Leben, kann diese abwägen und findet so zur [[Harmonie|harmonischen Lebensführung]]. | ||
==Uneinheitlichkeiten== | |||
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Nicht in allen Lehrarten wird der [[Meister vom Stuhl]] als drittes Licht genannt. In [[3WK]] werden beispielsweise statt seiner Sterne gelistet. Auf einigen [[Arbeitsteppich]]en (z.B. nach [[AFuAM]]) befinden sich, neben [[Sonne]] und [[Mond]] auch 3x3 Sterne und/oder der [[flammender Stern|flammende Stern]].<ref name="AFuAM-Widerspruch" /> | Nicht in allen Lehrarten wird der [[Meister vom Stuhl]] als drittes Licht genannt. In [[3WK]] werden beispielsweise statt seiner Sterne gelistet. Auf einigen [[Arbeitsteppich]]en (z.B. nach [[AFuAM]]) befinden sich zudem, neben [[Sonne]] und [[Mond]] auch 3x3 Sterne und/oder der [[flammender Stern|flammende Stern]] abgebildet.<ref name="AFuAM-Widerspruch" /> | ||
In einigen [[Lehrart]]en werden [[Sonne]], [[Mond]] als Bilder, links und rechts vom [[Meister vom Stuhl|Meister]] im [[Osten]] angeordnet. <ref name="AASR" /> | |||
==Weisheit, Stärke, Schönheit== | |||
Besonders in deutschen Logen ist das [[Öffnen und Schließen der Loge]] von einer Reihe [[Symbolik|symbolischer]] Gebräuche begleitet. So auch das rituelle Entzünden und später Löschen der drei Kerzen auf den drei Säulen. Dieser Akt wird von Kerzensprüchen begleitet.<ref name="LPB-Öffnen"/> | |||
Die Lichter werden dabei als explizit als [[Weisheit, Stärke, Schönheit|Weisheit, Schönheit und Stärke]] interpretiert und jeweils einem der [[Hammer|hammerführenden]] Beamten zugewiesen ([[Weisheit]] → [[Meister vom Stuhl]], [[Stärke]] → [[1. Aufseher]] und [[Schönheit]] → [[2. Aufseher]].<ref name="AFuAM-Ritual" />. | |||
Die Zuweisung der Säulen zu den Idealen bzw. Tugenden der [[Weisheit, Stärke, Schönheit]] wird dadurch unterstreichen, dass die Säulen mitunter ionisch ([[Weisheit]]), dorisch [[Stärke]]) und korinthisch ([[Schönheit]]) ausgeführt sind. | |||
[[Weisheit, Stärke, Schönheit]] sind jedoch nur einige unter mehreren Idealen bzw. Tugenden, mit der sich die [[Freimaurer]] verbunden fühlen (neben z.B. [[Brüderlichkeit]], [[Toleranz]] und tätiger [[Menschenliebe]]). | |||
=Siehe auch= | =Siehe auch= | ||
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*[[Drei|Die Bedeutung der Zahl drei in der Freimaurerei]] | *[[Drei|Die Bedeutung der Zahl drei in der Freimaurerei]] | ||
* | *Verwandte Themen: | ||
**[[Die drei großen Lichter der Freimaurerei]] | **[[Die drei großen Lichter der Freimaurerei]] | ||
** | **[[Weisheit, Stärke, Schönheit]] | ||
**[[Licht|Symbolsprache des Lichts]] | |||
**Die drei [[Grad]]e: [[Lehrling]], [[Geselle]], [[Meister]] | **Die drei [[Grad]]e: [[Lehrling]], [[Geselle]], [[Meister]] | ||
**[[Dreieck]] (inkl. [[Auge der Vorsehung]], [[Kelle]] und [[Hexagramm]]) | **[[Dreieck]] (inkl. [[Auge der Vorsehung]], [[Kelle]] und [[Hexagramm]]) | ||
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<ref name="AFuAM-Ritual">[[AFuAM]] (2011): <i>[[Lehrling]]s-[[Ritual]] der [[Großloge]]
der [[AFuAM|Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland]].</i> [[Bauhütten-Verlag]]. | |||
<ref name="AFuAM-Ritual">[[AFuAM]] (2011): <i>[[Lehrling]]s-[[Ritual]] der [[Großloge]]
der [[AFuAM|Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland]].</i> [[Bauhütten-Verlag]].</ref> | |||
<ref name="Meister">Gemeint ist der [[Meister vom Stuhl]], nicht der [[Meister]]grad.</ref> | |||
<ref name="LPB-Licht">[[Eugen Lennhoff|Lennhoff, E.]], [[Oskar Posner|Posner, O.]] & [[Dieter Binde|Binder, D.]] (1932/2022). <i>Licht</i>. In: [[Internationales Freimaurerlexikon]]. Langen Müller.</ref> | |||
<ref name="LPB-Öffnen">[[Eugen Lennhoff|Lennhoff, E.]], [[Oskar Posner|Posner, O.]] & [[Dieter Binde|Binder, D.]] (1932/2022). <i>Öffnen und Schließen der Loge</i>. In: [[Internationales Freimaurerlexikon]]. Langen Müller.</ref> | |||
<ref name="AFuAM-Widerspruch">Dennoch nennt der Ritualtext von [[AFuAM]] den [[Meister vom Stuhl]] als 3. kleines Licht.</ref> | <ref name="AFuAM-Widerspruch">Dennoch nennt der Ritualtext von [[AFuAM]] den [[Meister vom Stuhl]] als 3. kleines Licht.</ref> | ||
<ref name="3er Konstellation">Im Christentum beispielsweise gibt es 3 Tugenden (Glaube, Liebe, Hoffnung), 3 Initiations-Sakramente (Taufe, Firmung, Eucharistie), 3 Weisen (Caspar, Melchior, Balthasar — vermutlich stellvertretend für die 3 damals bekannten Kontinente: Europa, Asien, Afrika). Jesus ist am 3. Tage auferstanden. Vor allem aber steht die Drei im Christentum für die Dreifaltigkeit. Vater, Sohn und Heiliger Geist sind in ihrer Wesenheit eins, aber in ihren Äußerungen drei. Ihre Unterscheidung und gleichzeitige Einheit der Drei ist ein zentrales Dogma des Christentums in seiner heutigen Auslegung. Auch [[Rituale]] und Beschwörungen werden oft 3 mal wiederholt und erst mit der 3. Aussprache gültig. Selbst im Profanen steht die Drei oft für die Vollkommenheit. So sagen wir z.B. „aller guten Dinge sind drei“. Bei den antiken Griechen bildeten die 3 sprachlichen Fächer die klassischen Künste. Es handelt sich um formelle Korrektheit (Grammatik), inhaltliche Korrektheit (Dialektik) und Verständlichkeit (Rhetorik). Die Geometrie unterscheidet 3 räumlichen Dimensionen (Höhe, Länge, Breite). Gemeinsam bilden sie den euklidischen Raum.</ref> | <ref name="3er Konstellation">Im Christentum beispielsweise gibt es 3 Tugenden (Glaube, Liebe, Hoffnung), 3 Initiations-Sakramente (Taufe, Firmung, Eucharistie), 3 Weisen (Caspar, Melchior, Balthasar — vermutlich stellvertretend für die 3 damals bekannten Kontinente: Europa, Asien, Afrika). Jesus ist am 3. Tage auferstanden. Vor allem aber steht die Drei im Christentum für die Dreifaltigkeit. Vater, Sohn und Heiliger Geist sind in ihrer Wesenheit eins, aber in ihren Äußerungen drei. Ihre Unterscheidung und gleichzeitige Einheit der Drei ist ein zentrales Dogma des Christentums in seiner heutigen Auslegung. Auch [[Rituale]] und Beschwörungen werden oft 3 mal wiederholt und erst mit der 3. Aussprache gültig. Selbst im Profanen steht die Drei oft für die Vollkommenheit. So sagen wir z.B. „aller guten Dinge sind drei“. Bei den antiken Griechen bildeten die 3 sprachlichen Fächer die klassischen Künste. Es handelt sich um formelle Korrektheit (Grammatik), inhaltliche Korrektheit (Dialektik) und Verständlichkeit (Rhetorik). Die Geometrie unterscheidet 3 räumlichen Dimensionen (Höhe, Länge, Breite). Gemeinsam bilden sie den euklidischen Raum.</ref> | ||
<ref name="AASR">Eine Ausnahme bildet das in [[Deutschland]] unübliche [[Ritual]] I bis III des [[AASR]]</ref> | <ref name="AASR">Eine Ausnahme bildet das in [[Deutschland]] unübliche [[Ritual]] I bis III des [[AASR]]</ref> | ||
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Version vom 9. Januar 2026, 21:42 Uhr
In der Symbolsprache der Freimaurerei stehen die drei kleinen Lichter für die Ordnung der Loge.
Abgrenzung
Die drei kleinen Lichter sind Teil der Lichter-Symbolik in der Freimaurerei. Sie werden von den drei großen Lichtern unterschieden (Bibel, Winkelmaß und Zirkel),[1] die die ethischen Grundlagen der Freimaurerei repräsentieren.
Symbolik
Es gibt mindestens zwei Zuordnungen der drei kleinen Lichter:
Beide Lesarten schließen sich nicht wechselseitig aus und werden im Folgenden separat erläutert.
Die Sonne, der Mond und der Meister
Die Sonne
Die Sonne regiert den Tag. Symbolisch steht sie für das aktive, das warme Prinzip, die Emotionen und das männliche Geben. Sie spendet das Licht, das für das Leben und die Arbeit notwendig ist.[2]
Die Mond
Der Mond regiert die Nacht.[2] Er steht für das passive, das kalte Prinzip, den Verstand und das weibliche Empfangen. In der Symbolik wird der Mond oft als das Reflektierende gesehen, das das Licht der Sonne widerspiegelt, um auch in der Dunkelheit Orientierung zu geben.[2]
Der Meister
So wie die Sonne den Tag und der Mond die Nacht regiert, so regiert der Meister die Loge.[3] Er soll die Brüder erleuchten (ihnen Wissen und Weisheit vermitteln) sowie über die Einhaltung der Ordnung der Loge wachen.[2]
Interpretation von Philipp Gerlach
Es handelt sich in der Gegenüberstellung von Geben (Sonne) und Nehmen (Mond) um keine Wertung. Das Passive wird nicht minder dem Aktiven gesehen — oder gar das Weibliche minder dem Männlichen. Vielmehr sollten beide Prinzipien, Sonne und Mond, als sich wechselseitig ergänzend verstanden werden.
Die Auflistung des Meisters an dritter Stelle stört in gewisser Weise die Ästhetik der Dualität von Sonne und Mond. Man kann die Nennung des Meisters jedoch auch als Auflösung eben dieser Dualität interpretieren, als Dialektik also: Von These über Antithese zur Synthese. In dem Sinne vermittelt der Meister die beiden Pole, ohne einen von beiden zu negieren. Er braucht kein entweder oder, kein entweder Gefühl oder Verstand. Der Meister kennt Maß und Mitte. Er weiß, um die Stellung beider Prinzipien in seinem Leben, kann diese abwägen und findet so zur harmonischen Lebensführung.
Uneinheitlichkeiten
Nicht in allen Lehrarten wird der Meister vom Stuhl als drittes Licht genannt. In 3WK werden beispielsweise statt seiner Sterne gelistet. Auf einigen Arbeitsteppichen (z.B. nach AFuAM) befinden sich zudem, neben Sonne und Mond auch 3x3 Sterne und/oder der flammende Stern abgebildet.[4]
In einigen Lehrarten werden Sonne, Mond als Bilder, links und rechts vom Meister im Osten angeordnet. [5]
Weisheit, Stärke, Schönheit
Besonders in deutschen Logen ist das Öffnen und Schließen der Loge von einer Reihe symbolischer Gebräuche begleitet. So auch das rituelle Entzünden und später Löschen der drei Kerzen auf den drei Säulen. Dieser Akt wird von Kerzensprüchen begleitet.[6]
Die Lichter werden dabei als explizit als Weisheit, Schönheit und Stärke interpretiert und jeweils einem der hammerführenden Beamten zugewiesen (Weisheit → Meister vom Stuhl, Stärke → 1. Aufseher und Schönheit → 2. Aufseher.[2].
Die Zuweisung der Säulen zu den Idealen bzw. Tugenden der Weisheit, Stärke, Schönheit wird dadurch unterstreichen, dass die Säulen mitunter ionisch (Weisheit), dorisch Stärke) und korinthisch (Schönheit) ausgeführt sind.
Weisheit, Stärke, Schönheit sind jedoch nur einige unter mehreren Idealen bzw. Tugenden, mit der sich die Freimaurer verbunden fühlen (neben z.B. Brüderlichkeit, Toleranz und tätiger Menschenliebe).
Siehe auch
Die Einheit in der Dreiheit ist ein grundlegendes Konzept, in vielen Kulturen und Religionen. Mit der Dreiteilung reihen sich die drei kleinen Lichter daher in eine lange kulturelle Tradition, die in der Freimaurerei besonders ausgeprägt ist.[7] Siehe dazu:
- Verwandte Themen:
- Traktate:
Anmerkungen
- ↑ Lennhoff, E., Posner, O. & Binder, D. (1932/2022). Licht. In: Internationales Freimaurerlexikon. Langen Müller.
- ↑ 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 AFuAM (2011): Lehrlings-Ritual der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland. Bauhütten-Verlag.
- ↑ Gemeint ist der Meister vom Stuhl, nicht der Meistergrad.
- ↑ Dennoch nennt der Ritualtext von AFuAM den Meister vom Stuhl als 3. kleines Licht.
- ↑ Eine Ausnahme bildet das in Deutschland unübliche Ritual I bis III des AASR
- ↑ Lennhoff, E., Posner, O. & Binder, D. (1932/2022). Öffnen und Schließen der Loge. In: Internationales Freimaurerlexikon. Langen Müller.
- ↑ Im Christentum beispielsweise gibt es 3 Tugenden (Glaube, Liebe, Hoffnung), 3 Initiations-Sakramente (Taufe, Firmung, Eucharistie), 3 Weisen (Caspar, Melchior, Balthasar — vermutlich stellvertretend für die 3 damals bekannten Kontinente: Europa, Asien, Afrika). Jesus ist am 3. Tage auferstanden. Vor allem aber steht die Drei im Christentum für die Dreifaltigkeit. Vater, Sohn und Heiliger Geist sind in ihrer Wesenheit eins, aber in ihren Äußerungen drei. Ihre Unterscheidung und gleichzeitige Einheit der Drei ist ein zentrales Dogma des Christentums in seiner heutigen Auslegung. Auch Rituale und Beschwörungen werden oft 3 mal wiederholt und erst mit der 3. Aussprache gültig. Selbst im Profanen steht die Drei oft für die Vollkommenheit. So sagen wir z.B. „aller guten Dinge sind drei“. Bei den antiken Griechen bildeten die 3 sprachlichen Fächer die klassischen Künste. Es handelt sich um formelle Korrektheit (Grammatik), inhaltliche Korrektheit (Dialektik) und Verständlichkeit (Rhetorik). Die Geometrie unterscheidet 3 räumlichen Dimensionen (Höhe, Länge, Breite). Gemeinsam bilden sie den euklidischen Raum.
